Dienstag, 5. Februar 2008

Brian Moores Hoteldirektor Dillon und die IRA

Das Buch Dillon des mittlerweile verstorbenen irischen Schriftstellers Brian Moore ist nicht die übliche Sorte Krimis (Titel der Originalausgabe: Lies of Silence). Es ist eher ein Politthriller und eine psychologische Darstellung einer Geiselnahme und deren Folgen.
Brian Moore nimmt sich auf besondere Art und Weise der Auseinandersetzungen mit der IRA in den 90er Jahren an und schildert anhand des Hoteldirektors Dillon, der mit seiner Frau gefangengenommen wird, das alltägliche Leben der Iren und ihren Umgang mit den Ängsten vor den IRA-Attentaten. Um den Thriller ein wenig aufzupeppen, ist Dillon noch zusätzlich in eine Liebesbeziehung verwickelt, die ihn vor die Entscheidung stellt, ob er sich zu seiner Ehefrau bekennt oder mit seiner neuen Freundin nach London flieht.
Das Buch ist nicht unbedingt der spannendste Thriller, der je geschrieben wurde, aber es ist ein Werk, das auf unkomplizierte Art und Weise die mittlerweile immer mehr aus dem Blickfeld geratenen Auseinandersetzungen zwischen den Katholiken und Protestanten in Irland darstellt.

Brian Moore
Dillon
Diogenes Verlag

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