Sonntag, 9. Oktober 2011

Südafrika Weinshow 2011 heute in Berlin

Die Vorbereitungen sind beendet, das Team ist voller freudiger Erwartung auf diesen Tag. In etwa einer Stunde gehts los. Dann startet dieses Jahr die Südafrika Weinshow 2011 (www.suedafrika-weinshow.de) in Berlin.

Rund 50 Winzer und Weinimporteure werden heute dem Fachpublikum und Weinliebhabern die südafrikanische Weinwelt vorstellen. Neben verschiedenen Seminaren, die man auch besuchen kann, werden auch die neuesten von John Platter mit 5 Sternen prämierten Weine präsentiert.

Öffnungszeiten:
10:30 bis 18:30 Uhr Fachbesucher (Eintritt frei für Fachhändler, Sommeliers, Gastronomie und Presse) 
15:00 bis 18:30 Uhr private Weinliebhaber (Eintrittspreis inkl. Gebühren: 15,- Euro) 
Veranstaltungsort: 
Ellington Hotel Berlin
Saal "Femina" & Foyer
Nürnberger Straße 50-55
10789 Berlin
Web: www.ellington-hotel.com

Sonntag, 4. September 2011

Rotwein in der Champagne

An einem der letzten Lesetage hieß es plötzlich im Keller von Tarlant: Die Pinot Noir Trauben werden jetzt zu Rotwein gemacht. Wozu? Um Roséchampagner zu machen!
Das bedeutete, alles im Keller musste zum Entrappen und in einen Tank Abfüllen umgestellt werden. Bevor die Weintrauben in die Entrappungs- und Pressmaschine gingen, wurden sie in mühseliger Handarbeit von Benoit Tarlant und mehreren Helfern aussortiert.
Trauben, die noch nicht reif waren oder von Botrytis befallen waren, mussten entfernt werden. Auch der eine oder andere Marienkäfer war aus der Masse herauszupicken, damit er nicht im Traubenmus zerquetscht wird. 
Heute gehts mit der Rotweinpressung weiter. Es gibt wahrlich angenehmere Dinge im Keller, die gemacht werden müssen. Der Rosé Tarlant ist eben etwas Besonderes, das auch geschmacklich köstlich ist. Da muss eben viel Arbeit hineingesteckt werden.



Donnerstag, 1. September 2011

Die Lese in der Champagne neigt sich dem Ende zu

Allmählich neigt sich die Weinlese dem Ende zu.
Noch ein paar Tage und dann sind die aufregenden und ein wenig stressigen Tagen auch bei Tarlant in der Champagne vorbei.
In der letzten Zeit sind viele Besucher aus der ganzen Welt zu Tarlant gekommen, um sich persönlich von der Lese und den ersten Pressungen ein Bild zu machen. Den einen oder anderen weit gereisten Besucher hat es auch in die Tiefen des Kellers getrieben, wo fleissig von einem Tank in den anderen und 200 l Fässer mit Champagner in spe befüllt wurden.
So kamen
Ned Goodwin (Master of Wine) aus Tokyo direkt mit seinem Bruder aus Sydney angereist, um sich nach einer Mundusvini-Verkostung in der Pfalz auch bei Tarlant im Keller umzusehen. Viele von den Gästen sind vielfach über Twitter, facebook oder den blog von Tarlant auf den Champagner aufmerksam geworden. Tarlant ist eines der wenigen Champagnerhäuser das die neuen Medien exzellent für sich nutzt.


Momentan geht es bei Tarlant ansonsten ganz entspannt zu. Es ist ca. 22 C warm, die Sonne scheint. Alleine ein paar Pinot Noir Trauben bereiten ein wenig Sorgen, da Botrytis gehäuft aufgetreten ist. Ansonsten schmecken die Trauben hervorragend. Wenn jetzt nicht noch etwas schief geht, dann wird der Champagner 2011, abgefüllt 2012, hervorragend.
Voraussichtlich nächsten Montag werden dann auch hier die letzten Trauben gelesen. Dann verschwinden auch sämtliche weisse Wohnwagenreihen mit den Erntehelfern in den grünen Hängen. Die nächsten Erntefelder warten dann schon woanders auf fleissige Helfer.

Samstag, 27. August 2011

Sonne und Regen in der Champagne an Tag 4 und Tag 5 der Lese

Tag Vier und Fünf der Weinlese sind von gegensätzlichem Wetter geprägt. Während es gestern ziemlich unangenehm und ausdauernd geregnet hat, war es heute sonnig und warm.
Der Regen hatte alle vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Traubenkisten waren zum Teil verschlammt, genauso wie zum Schluss auch die Helfer. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Alle waren gut gelaunt und machten einen Witz nach dem anderen.
Da weniger Pressen als geplant gemacht werden konnten, war die Kellerarbeit dann um so entspannter.
Gestern haben dann die Vorbereitungen in Form von Anreichern, Mischen, etc. für die Befüllung der Fässer begonnen. Und was ganz wichtig ist: ganz viele Schläuche verlegen, am besten mit Dreiwegehahn. Da hat man auch noch die Gelegenheit, seine grauen Zellen anzustrengen, um die richtige Laufrichtung des Champagners in spe zu garantieren.
Heute wurden dann endlich die ersten Fässer mit Pinot Noir befüllt. Der Praktikant aus der Normandie durfte die Fässer mit dem Gabelstapler dann hin und her transportieren, während die Praktikanten aus Deutschland die Fässer literweise vollpumpten. Beeindruckend war, dass man förmlich die Euronoten in die Eichenfässer fliessen sah.
Das wars dann aber auch an grossartiger Tätigkeit. Der gesamte Tagesablauf wurde nämlich von einem französischen Filmteam aufgewirbelt, das dann auch im Keller Aufnahmen machte. In der Zeit konnte man sich dann nur verziehen und Tee....äh....Champagner trinken.

Donnerstag, 25. August 2011

Ohne Erntehelfer gehts auch in der Champagne nicht

Tag 3 der Lese in der Champagne hat mit einer Fahrt in die Weinberge mit Benoît Tarlant begonnen. Überall stehen an der Strasse Wohnwagen mit fahrendem Volk. Wäsche wird gewaschen und es wird gekocht.
Der Großteil der Helfer ist aber schon in den Stöcken, um die Trauben zu ernten. Zum Teil schaffen manche bis zu 600 kg Trauben pro Tag.

Benoît Tarlant ist aber hier, um morgens den Grad Baumé mit dem Refraktometer zu messen und zu schauen, was die Trauben diesmal bringen.
Die Werte sind wohl nicht perfekt, aber auch nicht schlecht. Man muss sich an den Zustand der Trauben anpassen und daraus das Beste machen.
Die Lese muss zügig durchgeführt werden und viel Kellerarbeit ist momentan angesagt.
Zum Glück sind viele Helfer hier, die dafür sorgen, dass die Trauben auch nachts gepresst werden.
Für heute waren sieben Pressen angesagt. Noch ist man schwer am ackern und der Tag ist nicht vorbei. Zwei Pressen fehlen noch und einige Tanks müssen noch befüllt werden. Morgen gehts dann mit der Befüllung der ersten Fässer los.

Mittwoch, 24. August 2011

Tag Zwei bei Tarlant: Cuisine de Bernadette


Auch dieser Tag begann im Keller von Tarlant noch gemächlich. Reinigen war wieder angesagt. Zwischendurch mal wieder Trauben pressen.
Höhepunkt des Tages war das gemeinsame Mittag- und Abendessen.
Für das Wohlergehen der gesamten Mannschaft sorgt Bernadette mit ihren mehrgängigen Menues. Mal gibt es eine Quiche, mal ein Braten, immer Gemüse, immer der obligatorische Käse und immer wird ein leckerer Nachtisch serviert. Verhungern muss hier keiner.
Und verdursten dank des Champagners auch nicht.

Das Unternehmen Tarlant ist dabei so internetaffin, dass das Menue von Bernadette auch online gestellt wird. Auch über youtube, facebook, twitter, foursquare, etc. lassen sich die Fortschritte bei den Tarlants beobachten.

Dienstag, 23. August 2011

Lese in der Champagne hat begonnen

Ganz entspannt hat gestern die Lese in der Champagne bei Tarlant begonnen. Tarlant ist ein kleines feines und familienbetriebenes Weingut in dem am Hang gelegenen Ort Oeuilly.


Als erstes wurden gestern Vormittag rund 50 Flasche Champagner degorgiert. Alles handmade und mit viel Spass.
Im Keller wurden anschließend Tanks gesäubert, Schläuche gereinigt, erste Vorbereitungsarbeiten getätigt. Auch die ersten Meuniertrauben wurden schon am Nachmittag gepresst und Kisten in Akkordarbeit gereinigt.
Momentan ist es in der Champagne ziemlich warm, so dass die Ernte recht zügig erfolgen muss, damit die Gärung nicht schon vorzeitig beginnt.
Die nächsten 10 Tage versprechen in jedem Fall eine aufregende Zeit mit viel Champagner!

Freitag, 17. Juni 2011

Vinocamp Deutschland 2011 gestartet!

Heute ist es endlich losgegangen.
Das Vinocamp in Geisenheim mit dem Hauptorganisator Thomas Lippert.
Insgesamt haben sich zu diesem dreitägigen Ereignis rund 110 Teilnehmer angemeldet. Eine angenehme Anzahl von Weinprofis und Weinbegeisterten, die sich zu dem Lieblingsthema Wein austauschen können.
Neben verschiedenen Workshops steht zu jeder Zeit die Weinverkostung im Vordergrund. Sei es auf einer After-Work-Weinparty, Verkostungsparty, oder sonst einer Party.
Damit ist der Erfolg der Veranstaltung schon garantiert!

Dienstag, 24. Mai 2011

Neue Reben werden auf dem Kreuzberg vom neuen Hauptstadtwinzer gepflanzt!

Heute wurden öffentlichkeitswirksam vom Stellvertretenden Berzirksbürgermeister und Wirtschaftsstadtrat Herrn Dr. Beckers und Herrn Panhoff, Bezirksstadtrat für Bauen, Wohnen und Immobilienservice, die ersten von 70 neuen Weinreben gepflanzt.
Die Partnerstadt Wiesbaden von Friedrichshain-Kreuzberg hat die 70 Riesling-Reben gespendet, die nun die bestehende Weinanbaufläche vergrößern werden.
Die Gäste konnten nicht nur bei dem Pflanzen aktiv dem neuen Hauptstadtwinzer Daniel Mayer zur Seite stehen, sondern durften auch ein Glässchen des Kreuz-Neroberger Jahrgang 2009 und des Roséweines Spätburgunder Weißherbst Jahrgang 2008 verkosten.
Die kleinen Flaschen werden leider nicht verkauft. Allerdings kann man sie gegen eine Spende beim Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg erwerben.
Zu den Teilnehmern der Veranstaltung zählten unter anderem der Partnerschaftsverein Friedrichshain-Kreuzberg, die Grüne WeinkönigIn vom Kreuzberger Kreuzberg, Ihre Majestät Coco I. von Kreuz-Neroberger, Marco Dietz (Swing & Wine-Veranstalter), der Weinjournalist Till Ehrlich, der in den vergangenen drei Jahren, den Weinberg gepflegt hat, Alice Beckmann (Berliner Sommelière) und der bekannte Berliner Weinkontrolleur Peter Scheib.
Es war eine gelungenes kleines Event, das zeigt, dass der Wein in Berlin immer mehr nicht nur an Fläche, sondern vor allem an Bedeutung gewinnt. Die Presse war zahlreich vertreten und verblieb wohl nicht zuletzt wegen des ausgeschenkten Weines und des angebotenen leckeren Laugengebäcks.
Die Ernte der Neupflanzungen werden wir allerdings laut Daniel Mayer erst in vier Jahren verkosten dürfen.

Sonntag, 20. März 2011

Weinrallye # 43 Riesling Spätlese - ein russisch-asiatisch-deutsches Crossover Vergnügen

Noch kurz vor Toresschluss wird der Rechner hochgefahren, um an der nun mittlerweile # 43. Weinrallye teilzunehmen. Nachdem ich bei den letzten Weinrallyes mit Abstinenz geglänzt habe, war es mal wieder an der Zeit, dem deutschen Wein zu huldigen - auch in Schriftform. Denn Weinkaiser rief zu einem heimischen wunderbaren Thema auf:


Der Weinvorräte wurde noch schnell durchforstet und ein herrlicher Rheingau-Riesling kam zu Tage:

Deutschland
Rheingau
Weingut Gebr. Charissé
Winkeler Jesuitenga
rten
Spätlese 1982
A.P. Nr. 27 01900683

Bronzene Preismünze Landesweinprämierung
Bronzener Preis DLG 1984
Erzeugerabfüllung


Dazu gab es ein Russisch-Chinesisches Cross-over Abendessen. Der Gefrierschrank gab noch einige vor paar Wochen vorbereitete russische Pelmeni her, die kurzerhand zu Wantans umfunktioniert wurden. Eine zusammengemixte Sauce aus Öl, Sojasauce, Chili und Knoblauch gab dem ganzen Essen eine asiatische Note und schon war ein nahezu perfektes Abendessen - passend zu einer Flasche Riesling Spätlese - gezaubert.

Die Flasche, auf der noch nicht der Alkoholgehalt angegeben ist, wurde rasch geöffnet. Bernsteinfarbenes Gold ergoss sich ins Glas. Ich bin mehr als begeistert.
In die Nase strömten Petroleum, Birne, Karamell und viele Trockenfrüchte wie Abrikose. Beim zweiten Schnüffeln kam noch das Aroma von Schwarzem Tee hinzu.
Am Gaumen hatte er eine leicht ölige, aber sehr frische Note und einer eleganten Note.
Mit einem tänzerischen süssen Säurespiel verabschiedet sich dann der Wein im Abgang.

Zusammen mit den russisch-chinesisch crossover food brillierte der Wein klar. Dabei verlor er kein Stück seiner Aromatik, sondern konnte seinen Wein neben der Würzigkeit der Sojasauce stehen.

Resultat: Ein toller Wein zu einem tollen Essen und zu einem noch tolleren Abend...

Sonntag, 13. Februar 2011

Duck, Kutteln und Chinese Circumstances

Eine liebe Nachricht von Iris aus dem fernen Languedoc hat sowohl mich als auch meinen in letzter Zeit sehr stiefmütterlich behandelten Blog aus dem winterlichen Tiefschlaf geweckt. Ich will noch nicht wagen zu behaupten, dass bei mir ein zweiter Blog-Frühling begonnen hat. Jedoch die eine oder andere Knospe in Form eines Artikels schlägt sich kräftig durch.

Ein wunderbarer Abend in dem Restaurant "Peking Ente" hat den Ausschlag gegeben, den virtuellen Pinsel in die Hand zu nehmen und eine kleine Hommage per Tastatur zu verfassen.

Mein erster Besuch der Peking Ente liegt nun schon Jahre zurück. Ich war nicht ganz so begeistert, liess mich ein wenig von der ollen und bürgerlichen Inneneinrichtung im Berliner Plattenbau zurückschrecken.

Jahre später bin ich wieder auf die chinesische Ente neugierig geworden.
An der Inneneinrichtung hat sich nichts geändert. Die Einrichtung ist die gleiche geblieben. Die zeitgenössische chinesische Kunst an den Wänden war und ist ein Eyecatcher, der die typische Chinese-Restaurant-Einrichtung aufpeppt. Dank Berlinale war das Restaurant gut gefüllt, von den Tischen schallten mal chinesische, mal britische Wortfetzen.

Nachdem man kundgegeben hat, dass man die Ente Pekings zu essen wünsche, wurden wir gleich vom kleinen Katzentisch an einer Säule zum stattlichen Tisch am Fenster geleitet.
Kleiner Tip am Rande: Man sollte gleich bei der telefonischen Reservierung seine Speisenwunsch äussern, damit man an einen vernünftigen Tisch gesetzt wird!
Neben einer kleinen Sauerscharfsuppe zum Aufwärmen und verschiedenen gedämpften Dim Sum war eine Rindfleisch/Kuttelnvorspeise der absolute Hit, die wir gleich zum Nachtisch zur ungläubigen Überraschung des Services noch mal bestellten, diesmal aber besonders spicy. Dezent mit Koriander, Chiliöl, Sesam und Erdnüssen verfeinert hat diese Speise tatsächlich Suchtpotential.
Die gebratene und in feinen, kleinen Scheiben geschnittene Peking Ente wurde uns vor dem Zerlegen vorgeführt und dann wieder in die Küche entführt, um uns paar Minuten später kunstvoll aufgebäumt auf dem Tisch serviert zu werden. Nach einer kurzen Einführung des Einrollens und Essens der Ente in einen zarten Pfannkuchenteig, stürzten wir uns auf das Hauptgericht. In kürzester Zeit waren die Teller leer und Mägen hervorragend gefüllt. Die knusprige Haut hat es mir da besonders angetan.
Kleiner Tip am Rande: Auf jeden Fall die Ente zu dem heissen Preis bestellen und essen! Und vorher die Kuttelnvorspeise nicht vergessen!
Einen traurigen Wehrmutstropfen hatte der Abend auf Pekings Boden: die Weinliste ist mehr als eindimensional und passt sich den Speisen überhaupt nicht an.
Restsüsse Weine, die hervorragend zu der asiatischen Schärfe passen würden, sucht und erfragt man vergeblich.
Als Wein wurde zur pekinesischen Ente ein Cabernet Sauvignon empfohlen - aus unserer Sicht kein guter Rat. Mangels tauglicher Alternativen wurde er aber wahrgenommen. Wenn man sich schon so experimentierfreudig zeigt, ist der Schritt zum chinesischen Cab Sauf...ähh... Cab Sauv.. auch nicht mehr weit.
Wenig überzeugend zeigte sich der Vinisuntime International 2006 vom Yili River aus der Region Xinjiang. Kaum Frucht, flacher Abgang. Auch wenn auf der Flasche behauptet wird, dass das Gebiet sich auf dem gleichen Breitengrad befindet wie Ligurien und Bordeaux, ist der Vergleich mit den europäischen Weinen etwas unangemessen.
In dieser Hinsicht gibt es auf jeden Fall noch Potential zur Nachbesserung.
Ein bekanntes chinesisches Restaurant im Westen Berlins hat dies schon vorbildlich vorgeführt und präsentiert zum chinesischen Essen eine stattliche Liste an Rieslingen. Hieran sollte man sich auch hier spotartig orientieren. Sofern beim Aufpeppen der Weinkarte Hilfe benötigt wird, wird von dieser Seite gerne Unterstützung geleistet!

In unser Herz hat sich abseits vom leckeren Essen vor allem der Service geschlichen. Ungewöhnlich humorvoll und schlagfertig zeigten sich die pfiffigen Jungs, die diesen Abend zu einem unvergesslichen Ereignis machten.

Danke vor allem Dir, Ji!


Restaurant Peking Ente
Voßstraße 1
10117 Berlin

Sonntag, 17. Oktober 2010

Berlin-Windhoek Filmnacht

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Berlin-Windhoek findet

am 28. Oktober 2010
im BABYLON
Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin

die "Berlin-Windhoek Filmnacht" statt (Einlass ab 19 Uhr).
Neben Kurzfilmen deutscher und namibischer Regisseure wird in Kooperation mit der Deutsch-Namibischen Gesellschaft und dem ZDF auch der Dokumentarfilm „City Code“ der Berliner Regisseurin Tabea Sternberg erstmals aufgeführt. Er zeigt die Jugendkultur in Berlin und in Partnerstädten auf vier Kontinenten: Los Angeles, Buenos Aires, Beijing, Moskau – und Windhoek. In der namibischen Hauptstadt entdecken die Studenten Inge und Obie ihre Sprache auf besondere Art und Weise bei Spoken Word, einer Art Poetry Slam. Der herausragende Kurzfilm der namibischen Regisseurin Oshosheni Hiveluah „Cries at night“ war im Februar dieses Jahres im Rahmen einer afrikanischen Kurzfilmreihe in der Zeit der Berlinale vertreten und wird auch in der Filmnacht erneut gezeigt.

Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft von Frau Prof. Regina Ziegler, Filmproduzentin, statt.

Weitere Infos unter www.berlin-windhoek-filmnacht.de

Sonntag, 3. Oktober 2010

Goldener Hecht in Heidelberg

Ein Hotel und eine Gaststätte, die sich rühmen, dass Goethe dort fast abgestiegen wäre, nimmt den Mund ein wenig voll.
Das Restaurant "Goldener Hecht" in Heidelberg ist zwar eine sehr urige und historisch gemütliche Gaststätte, die einen großen Charme hat.
Wer aber den Mund so voll nimmt, der muss sich allerdings auch bemühen, dem Ruf gerecht zu werden.
Bei meinem Besuch war das leider nicht der Fall. Zwar machte das Restaurant, welches prominent an der alten Neckarbrücke liegt, einen vernünftigen Eindruck. Draussen ist gescheite Bestuhlung vorgesehen. Auch die Weingläser
sind einfache, aber gute Gastro-Weingläser. Die weissen Tischdecken sind gut gestärkt. Unpassend sind da die gelben Papierservietten, die brave gefaltet zwischen Messer und Gabel standen.
Unpassend ging es dann leider weiter. Herausgestellt hat sich, dass der "Goldene Hecht" österreichische Küche serviert.

Die Fritattensuppe bestand leider aus Fertigpulverbrühe, die sich auf dem Grund der Suppenschüssel sammelte. Auch wurde zuviel Pulver verwendet, so dass die Suppe extrem gewürzt auf den Tisch kam. Kein grosses Vergnügen.
Zwischen d
em ersten Gang und der Hauptspeise brannte kurzfristig der Grill in der Küche, so dass das gesamte Restaurant eingeräuchert wurde und die Speisen mit einer erheblichen Verzögerung auf den Tisch kamen. Mancher Gast flüchtete an die frische Luft, ich blieb und wartete hartnäckig auf die pfälzischen Bratwürste mit Speckkraut und Erdäpfelpüree.
Serviert wurden dann gebratene Würste auf Kartoffelpüree - made by Knorr, Maggie oder ähnlichem- , dekoriert mit Röstzwiebeln aus der Dose und frisch geschnittenem Schnittlauch und Sauerkraut aus der Dose, gewürzt mit ganzen Pfefferkörnern. Was soll man davon halten? Ich würde so etwas noch nicht einmal zu Hause kochen. Hervorzuheben ist allerdings der charmante und höfliche Service, der allerdings das miserable Essen nicht wettmachen konnte.

Goldener Hecht
Steingasse 2

69117 Heidelberg

Montag, 20. September 2010

Weinrallye # 37 TOUT BLANC - Eine Reise mit Robert Skalli ins Languedoc

Baccantus möchte die stiefmütterlich behandelten Weissweine des südlichen Frankreich etwas näher in der


beleuchten.

Wie so oft habe ich mich in der Berliner kaufmännischen Weinlandschaft nach einem passenden Wein für die Weinrallye umgeschaut und bin tatsächlich fündig geworden.

Allerdings erst nach Umwegen, da die Beratung nicht gerade vorbildlich war.
Auf die Frage nach einem Weisswein aus dem Midi, kam die Gegenfrage: "Was ist denn Midi? Die Region kenne ich nicht." Nach einer kurzen Aufklärung meinerseits wurde dann einem zunächst ein Muscadet vorgeschlagen, der anscheinend aus dem Languedoc stammen sollte.
Nachdem der Verkäufer seine (In)Kompetenz zur Schau gestellt hatte, k
onnte ich dem Braten nicht trauen. Tatsächlich ergab eine kurzfristig durchgeführte Recherche - thank you Mr. Steve Jobs-, dass der Wein tatsächlich von der Loire und nicht aus dem Languedoc kommt. Sofort entschuldigte man sich und schob die falsche "Einsortierung" auf Kollegen. Nicht gerade nett und kompetent schon gar nicht.

Die nächste Flasche entsprach dann mehr den Vorgaben und wurde gleich für die Weinrallye mitgenommen:

Frankreich

Languedoc
Robert Skalli
Viognier Reserve
2008, 13,5%

Zu dem Wein gab es dann gleich zu Hause eine Runde Pasta mit Garnelen, ein wenig Knoblauch, Pfeffer, schwarzem Olivensalz, Olivenöl aus Kreta und mein Lieblingskraut Basilikum. Ganz simpel und doch immer wieder lecker.

Beim Einschenken leuchtete der Wein im Glas goldgelb. Von der Farbe wirkte er fast ölig. In der Nase kam dann der starke und für den Viognier typische Veilchenduft mit einem leichten frischen Zitronenduft zum Tragen.
Am Gaumen umschmeichelte der Wein mit moderater Säure butterig die Zunge. Für meinen Geschmack ist allerdings der Alkoholgehalt zu stark.
Fast zart kann man dann aber den Abgang beschreiben, der allerdings ziemlich abrupt endete.
Ein Wein, der für seinen Preis definitiv in Ordnung ist, der jedoch in keinem Fall mehr kosten dürfte.

Sonntag, 19. September 2010

Blanc de Noirs vom Werderaner Wachtelberg

Jedesmal bin ich erstaunt, dass der Wein aus dem Berliner Umland, genauer vom Werderaner Wachtelberg, schmeckt.
Diesmal stand folgender Wein zur Verfügung:

Deutschland
Saale-Unstrut

Werderaner Wachtelberg
Blanc de Noirs

2009, 13 % vol.


Blanc de Noirs sagte mir ersteinmal gar nichts. Herausgestellt hat sich, dass Blanc de Noirs aus der Dornfelder-Traube gemacht ist: also eine Rotweintraube in einen Weisswein verwandelt wurde. Mittlerweile ist der 2009er Blanc de Noirs leider schon ausverkauft.


Von der Farbe ist der Wein glasklar mit einem kleinen goldgrünen Stich. In der Nase ist er melonig mit einen Hauch von Banane. Am Gaumen ist die Säure moderat, jedoch ausreichend, um fruchtig und frisch zu wirken. Im Abgang ist der Wein dann allerdings nicht langanhaltend.

Fazit: Ein Wein, der von den guten klimatischen Bedingungen des Jahres 2009 profitierte. Ein unkomplizierter, leckerer trockener Wein, der einfach Spass macht.