Montag, 30. August 2010

Weinrallye # 37 TOUT BLANC

Startschuss für die Weinrallye # 37 ist der 20. September 2010 beim Blog Baccantus.

Zum Thema


werden Weißweine aus dem französischen Midi, also dem Languedoc-Roussillon, dem Sud-Ouest, Aquitanien und Armagnac, etc. gesucht.
Ein spannendes Thema, das sicherlich dem Einen oder Anderen neue Erkenntnisse bringen wird. Jedenfalls wird es mir so ergehen!

Die Regeln zur Teilnahme an der Weinrallye finden sich wie immer beim Winzerblog.

Die Zusammenfassung der Weinrallye # 36 zum Thema "Wein und Musik" findet sich beim WeinReich-Blog.

Sonntag, 29. August 2010

Toca Rouge

Was sich mehr nach einem französischen Boudoir-Restaurant anhört, entpuppt sich als ein kleines feines Restaurant im Asian Style.
Statt in europäisch-asiatischem Plüsch präsentiert sich das Toca Rouge als ein puristisch designetes kleines Restaurant, das sich in das Nachtleben um die Torstraße herum perfekt einfügt. Insbesondere am Samstag Abend platzt das Lokal nur so von Gästen, die entweder vor einer langen Clubnacht sich noch mit asiatischen Köstlichkeiten stärken oder einfach zusammen mit Freunden einen leckeren und lustigen Abend verbringen wollen.
Gemeinsam mit Mao kann man hier auf kulinarische Entdeckungstour von Chop-Chops, Lips, vegetarischen Ducks und Sticky Oranges gehen. Dabei lässt sich hervorragend das Treiben in der Offenen Küche beobachten.
Leider typisch für eine Szenelokal ist die Weinauswahl - nämlich nichtssagend.
Wählen kann man zwischen Good, Better und Best Wines in Rot und Weiss. Was für ein Wein dahinter steckt, bleibt allerdings ein Geheimnis.
Vertrauter ist da schon das Tsingtao-Bier, welches in der Flasche serviert wird.
Es empfiehlt sich, am Wochenende einen Tisch zu reservieren.


Toca Rouge
Torstr. 195
10115 Berlin

Samstag, 28. August 2010

Barbera D'Alba versus Barbera D'Asti

Die Tage werden kälter und regnerischer. Es kommt wieder die perfekte Zeit für kräftigere Rotweine.
In erster Linie denke ich da hauptsächlich an piemontesische Rotweine, die aus meiner Sicht im Spätsommer/Herbst ihre volle Kraft entfalten. Blutrot, kräftig mit einer schönen Würze.
Von einer wunderbaren Reise in das Piemont vor mehreren Jahren ist eine Flasche Barbera D'Alba von Domenico Clerico noch übriggeblieben. Deren Zeit war nun im Battle gegen einen jungen Barbera D'Asti, den ich in der Berliner Topweinhandlung Planet Wein erworben habe, gekommen.


1. Barbera D'Alba

Italien
Piemont
Clerico
Trevigne
Barbera D'Alba
2000, 14,5 % vol.

Zu Clericos Topweinen gehören sicherlich eher die Barolos Percristina und Pajana. Aber auch Trevigne als Barbera bereitet einen intensiven Genuss am Gaumen und in der Nase.
Blutrot mit einem violetten Touch präsentierte sich farblich der Wein im Glas. Schwarze Pfeffer- und Wacholderaromen, Süsskirschen und ein wenig Schokolade entströmen dem Wein.
Am Gaumen ist der nicht mehr ganz junge Wein aber sehr samtig, rund, dicht, nicht zu säuerlich und mit ausreichend Tanninen versetzt. Der Abgang ist dann schön dicht und die Pfefferaromen machen sich nochmal in der Kehle bemerkbar.


2. Barbera D'Asti

Italien
Piemont
Coppo
L'Avvocata
Barbera D'Asti
2008, 13 % vol.

Farblich ist der Barbera D'Asti genauso wie der Barbera D'Alba blutrot mit einem Violetton. In der Nase domenieren zwar auch die Süsskirschen, aber der Wein ist weniger würzig. Eher hat er zarte frische Aromen, die ein wenig an Zitronengras erinnern. Am Gaumen wirkt er dann frischer und säuerlicher, aber weniger tanninreich mit einer schönen runden Mundgefühl. Im Abgang kommt beim Barbera D'Asti ein angenehmes, leicht prickelndes Säurespiel zur Geltung. Ein schöner junger - vielleicht noch zu junger - Wein.

Samstag, 21. August 2010

AN/2 und das mallorquinische Berlin

Wenn man es nicht besser wüsste, hätte man denken können, man sei statt in Berlin auf einer der spanischen Inseln, auf denen auch mal die Nacht zum Tage gemacht wird.
Der Abend ist einer dieser spätsommerlichen Abende, die zwar schon kühler werden, aber dennoch die warme Intensität des Tages nicht vergessen lassen.
In der kleinen Tapas-Bar Atame in Berlin-Mitte sitzend, kann man ein wenig ibero-europäische Atmosphäre schnuppern und durch die grossen geöffneten Fenster das Treiben auf der Straße beobachten. Lustig wirds ab 12 Uhr nachts, wenn Massen von Jugendlichen sich versammeln, um in den nebenanliegenden Club Cox Orange hineinzugelangen.
Die Weinkarte des Atame, die selbstverständlich nur spanische Weine führt, ist für eine Tapas Bar mehr als angemessen. Positiv ist hervorzuheben, dass alle Weine konkret benannt, einer Region zugeordnet werden und auch beschrieben sind.
Wir haben uns für einen mallorquinischen Wein entschieden, um auf das Treiben vor der Bar-Tür angemessen zu reagieren.
Nicht nur die Flasche war schön, sondern auch der Wein. Er wurde zwar etwas zu kalt serviert, aber das lies sich beheben.

Spanien
Mallorca
Anima Negra
AN/2
2007

Die dunkle, fast violette Färbung des Weins versprach eine tiefe Fülle. In der Nase waren Aromen von Brombeere zu spüren. Am Gaumen ist er dann zwar nicht ganz so voll gewesen wie erwartet, aber dafür um so pfeffriger. Die Chilipflanzen, die in der Bar in Töpfen standen und von den Wänden herunterhingen, schienen auf den Wein geschmacklich abgefärbt zu haben. Der Abgang war dann um so überraschender, lang und elegant.
Ein angenehmer Wein für einen schönen Abend.

Atame
Tapas Bar
Dircksenstr. 40
10178 Berlin

Freitag, 20. August 2010

Weinrallye # 36 Wein und Musik - Giya Kancheli und Khvanchkara

Zweifacher Genuss: Musik und Wein.
Der Blog WeinReich-Blog ist Gastgeber der

Normalerweise assoziiere ich mit Wein jazzige, soulige oder klassische Musik wie Mozart, Beethoven, Chopin. Vielleicht noch manchmal leichte Popmusik.
Heute will ich allerdings in der klassischen Musik bleiben - in der zeitgenössischen klassischen Musik mit georgischen Wurzeln.
Der georgische Komponist Giya Kancheli hat mich mit seiner Musik einen Großteil meines Lebens begleitet seitdem er in Europa, zuerst in Berlin, später in Antwerpen, lebte.
In der Sowjetunion und in den Jahren danach hat Kancheli sich auch und insbesondere als Filmkomponist mit jazzigen Nuancen einen Namen gemacht. Wunderschön und herzergreifend!
In Deutschland wurde er jedoch mehr durch seine sehr eigene und avantgardistische Musik berühmt, die in keine gängigen Schubladen passt. Die Kompositionen sind durch seine Vergangenheit und die Gegenwart unüberhörbar geprägt. Melancholische und sakrale Melodien und Tonfolgen wechseln sich mit fast nicht vernehmbaren und dann doch wieder ohrenbetäubenden Klängen ab. Gerade in seinem Werk Exil mit der engelsgleichen Stimme von Maacha Deubner unter der Leitung von Wladimir Jurowski werden diese Emotionen besonders deutlich. Die Melodien wurden zu Texten von Paul Celan und dem Alten Testament komponiert.

Giya Kancheli
Exil
ECM Records 1995

So, und hierzu ein Wein?


Schwierig, aber ich finde tatsächlich, dass ein georgischer halbsüsser Wein seine wunderbare Balance zu der anspruchsvollen Musik findet. Ganz ohne Folklore und passend zu dem doch kühler werdenden Sommerabend auf dem Balkon.

Der Online-Weinvertrieb Phiala hat mir vor längerer Zeit eine Flasche Khvanchkara zugeschickt.

Georgien
Ambrolauri
Binekhi
Khvanchkara
2007, 11,5 % vol.

Khvanchkara besteht aus den Traubensorten
Alexandrouli und Mudzhuretuli. Farblich neigt der Wein der violetten Farbe zu. In der Nase ist er sehr marmeladen-traubenlastig mit einem Hauch Brombeere, Himbeere. Am Gaumen hat er trotz der Süsse eine trockene Note, die stark pfeffrig ist. Der Abgang ist einfacher Art und nicht langanhaltend.
Zusammen mit einer Schale Pistazien, bei einem schönen Sonnenuntergang zu sakralen Klängen Kancheli's, kommt man von der Hektik des Tages herunter und kann sich wieder auf wesentliche Dinge konzentrieren. Auch wenn der Wein sicherlich wegen der Süsse kein Wein für alle Tage ist, aber das ist die Musik von Kancheli wegen seiner Melancholie ja auch nicht.


Montag, 16. August 2010

Grosses Kochevent "Life Tastes Good"

Von Götz Primke vom blog "Le Gourmand" bin ich gerade auf einen spannenden Kochwettbewerb für Hobbyköche aufmerksam gemacht worden.

LG sucht gemeinsam mit daskochrezept.de Kochbegeisterte, die beim großen internationalen Amateur-Kochwettbewerb "Life Tastes Good Championship 2010" ihr Können unter Beweis stellen!

Die drei Gewinnerteams des Rezeptwettbewerbs kochen dann am 5. September 2010 auf der IFA in Berlin um den Einzug ins internationale Finale.
Den Gewinnern winken wahrlich leckere Preise....eigentlich nicht übel...durch Kochen eine Reise nach Abu Dhabi oder Südkorea zu gewinnen?!!
Die Teilnahmeregeln und -bedingungen kann man bei daskochrezept.de nachlesen.


Teilnahmeschluss für den Rezeptwettbewerb ist der 18.08.2010.

Sonntag, 15. August 2010

Verführerisches Backstoltz

Potsdam ist nun wirklich um die Ecke von Berlin. Und dennoch hat die Brandenburger Hauptstadt sein ganz eigenes Flair, das man in Berlin vergeblich sucht. Am Wasser gelegen, sowohl mit einer riesigen Parkanlage und mehreren Schlössern und mit einem gemütlichen Stadtzentrum ausgestattet, kann man als Besucher hier schöne Stunden verbringen. Kleine Geschäfte mit schönen Accessoires und Antiquitäten und viele Restaurants und Cafés versüssen den Aufenthalt.

Ein äußerst beliebtes Bistro bzw. Café ist das Backstoltz in der Dortustraße direkt an der Ecke zur Fußgängerzone in der Brandenburger Straße. Hier wird täglich wechselnde Küche angeboten. Normalerweise kann man zwischen drei bis vier verschiedenen Quiche-Sorten und die gleiche Anzahl von leckeren Suppen wählen. Aber auch Hauptgerichte für den grösseren Hunger werden mittags angeboten.

Ein absolutes Highlight sind die selbstgebackenen Torten und Kuchen, die manchen Gast verführen und zu längerem Sitzenbleiben animieren als eigentlich vorgesehen.

Gerade im Sommer ist das Backstoltz ein beliebter Treff, von dem man aus die vorbeiflanierenden Menschen hervorragend beobachten kann. Da sowohl im Sommer als auch im Winter Plätze an den Tischen des Cafés heiß begehrt sind, wird man nie lange alleine sitzen bleiben und kommt schnell mit anderen Gästen ins Gespräch.

Das tröstet auch darüber hinweg, dass der Service unglaublich nett und charmant ist, jedoch dem Gästeansturm in der Mittagszeit manchmal nicht ganz gerecht werden kann. Es kann daher schon mal vorkommen, dass man plaudernd auf sein Gericht ein paar Minuten länger warten muss. Bei der sehr guten und preiswerten Küche jedoch verzeihlich.

Backstoltz
Dortustr. 59
14467 Potsdam

Samstag, 14. August 2010

El Coto 2003 zum Entrecote Carpaccio

Die sommerlichen Temperaturen sind verschwunden - es regnet. In Gedanken hängt man der Sonne nach.
Die vorhandenen Rotweinflaschen werden schon mal für die kälteren Tage überprüft - was müsste geöffnet werden?
Dabei fiel mir ein spanischer Rotwein in die Hände, der seit Jahren als Gastgeschenk aus Barcelona sein Dasein fristete. Ein einfacher Wein, dessen Zeit nun gekommen ist.
Er wird einfach geköpft bzw. ausgepfropft - gibt es so ein Wort überhaupt? - , in der Hoffnung, dass kein Essig oder sherryartige Flüssigkeit vorgefunden wird.
Im Hintergrund läuft Rossinis Oper "La Cenerentola".
Plopp, die Weinflasc
he ist geöffnet, der Korken ist heil und der Wein ist sogar noch in Ordnung.

Spanien
Rioja
El Coto
100% Tempranillo
2003, 13 % vol.

Farblich neigt der Wein schon zum Braunton. In der Nase hat er allerdings eine reife und sehr beerige Note. Reife Kirschen, Pfeffer, Nelken, ein bisschen feuchte Erde und Nüsse sind zu erriechen.
Am Gaumen ist er erstaunlich frisch und hinterlässt im Abgang einen leichten Vanilleton, der nicht unangenehm ist. Der Alkoholgehalt ist kaum merklich.

Zu diesem Wein passte hervorragend ein medium gebratenes Entrecote - Carpaccio
mit Ruccola und Kapernäpfel. Ein Genuss!
Ich bin erstaunt, dass der Wein sich der Joghurtsauce anpasste.
Sogar zu dem zum Schluss gegönnten Stückchen schweizer Schokolade passte der Spanier gut.

Mein Resultat: ein günstiger Wein, mit dem man allerdings wenig falsch machen kann. Egal, ob nun in grosser Gesellschaft oder im kleinen Kreis, ein unkomplizierter Roter, der einen Hauch Sommer nach Berlin bringt.

36. Weinrallye - Wer macht mit?

Die 36. Auflage der Weinrallye steht an.
WeinReich-Blog führt uns am 20. August 2010 in die Welt von Musik und Wein.

"Aufruf zur Weinrallye #36 – Wein und Musik"

Jeder kann wie immer teilnehmen. Gesucht wird die beste Verschmelzung zwischen Wein und Musik.
Infos und Regeln zur Weinrallye sind auf dem winzerblog von Thomas zu finden.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Die Rote Zarin

Der heisse Sommer ist die Zeit, in der Früchte wie Erdbeeren ihre Hochsaison haben. Am besten isst man diese gleich vom Feld.
Manchmal gibt's allerdings soviele Früchte, dass man sie weiterverarbeiten sollte. Am liebsten mache ich daraus Marmelade. Die eigene Kreation heißt "Rote Zarin" und ist nach einem geheimen Rezept verarbeitet worden.

Step 1
Die Erdbeeren werden geputzt und in kleine Stückchen geschnitten.


Step 2
Gelierzucker wird unter die Erdbeeren gerührt.



Step 3
Die verarbeiteten Erdbeeren werden aufgekocht und entsprechend gewürzt. Nach dem Aufkochen wird die noch flüssige Marmelade in vorbereitete Gläser gefüllt.



Finale

Tee auf russische Art und zu jeder Jahreszeit. Man trinkt Tee und schleckt dazu selbstgemachte Marmelade.


Freitag, 9. Juli 2010

Weinrallye # 35 Stein, Satz & Wein

Der Weinfreak führt uns mit der 35. Weinrallye auf steinige Wege. Der Stein im Wein wird gesucht.

"Stein und Wein".

Gefunden habe ich den Steinwein im "In Vino" in Potsdam und nehme den "Steinsatz" gleich mit.

Deutschland
Pfalz
Markus Schneider
Steinsatz
Rotwein Cuvée
Zweitausendsieben, 14 % vol.

Die erste Aufgabe ist somit erfüllt, ich habe einen Wein, in dessen Namen "Stein" auftaucht.
Was ist das für ein Wein? Laut Markus Schneider ist das ein Mix aus Merlot, Cabernet Franc und Cabernet Cubin.
Noch nie was von Cab. Cubin gehört. Macht ja nichts. Bin gespannt. Das Etikett macht schon neugierig. Es ist ungewöhnlich. Die Flasche ist auch nicht ganz billig. Der Wein dürfte nicht ganz übel sein.
Moment...Merlot ist hier im Spiel? Vielleicht sollte ich etwas zünftiges Grillen? Bin immer noch im WM-Fieber.
Ok, gehe in den Gourmettempel Berlins, das Kadewe und dort in den 6. Stock. Zielstrebig wird die Wildtheke angezielt. Auch hier noch WM-Fieber. trotz verpatztem Halbfinalspiel. Es gibt südafrikanischen Springbock und Strauß. Super...nehm' ich. Der Einkauf wird liebevoll zur Kühlung in eine Tüte mit Eis gelegt. Der Weg nach Hause führt durch tropische Hitze und das mitten in Berlin. Kurzer Stop bei den Antipasti. Lustiger gelber Kürbis "Patty Pans" und knallrote "Peppersweet" werden auch noch mitgenommen und leckere blutrote eingelegte Tomaten.
Schwupps, zu Hause wird das Fleisch schnell eingelegt, dabei wird gleichzeitig der Steinsatz zum Lüften geöffnet. Ein erster Schwenk im Glas, reingerochen....hmmmmmm. Sehr fruchtig und voll. Dunkle, reife Kirschen, Pfeffer, Leder, ein bisschen Schokolade, ein Hauch von frischer Minze?
Beiseitestellen und warten, warten, warten. Ob das Fleisch mittlerweile gut ist? Ein Versuch ist es wert. Der Grill wird angeschmissen.
"S" + "S" werden aufs Rost gelegt.
Ein zweiter Schluck folgt...voll am Gaumen, weiche Tannine, die sich um die Zunge schmiegen. Lecker.
Ist da ein bisschen Johannisbeere am Abgang? Nochmals lecker.
Der Vogel und der springende Bock sind mittlerweile fertig gegrillt und liegen verzehrbereit auf dem Teller.
Schönes, richtiges Fleisch ohne Schnickschnack.
Der Wein passt sowohl zum Game als auch zu den säuerlichen Peppersweet und dem Kürbis.
Am besten war das Match allerdings mit den eingelegten trockenen Tomaten. Herrlich.
Aber was hat der Wein mit "Stein" zu tun? Der Tropfen ist jedenfalls angenehm mineralisch und sanft. Sandstein ohne Sand? Kieselsteine finden sich jedenfalls im Wein nicht, Sand aber auch nicht. Aber der Wein ist allerdings laut Internetauftritt auf Lehm, Schotter, Kies, Sand, Löss, Tonen, Bundstandstein und Kalkstein aufgewachsen. Daher wahrscheinlich die schöne und gaumenreiche Komplexität Es ist einfach der Marmor unter den Steinweinen. Stein, Satz, Wein und Gewinn!

Dienstag, 15. Juni 2010

Weinrallye # 34 WM-tauglicher südafrikanischer Snack mit Wein

Weinrallye # 34 in Zeiten des WM-Fiebers! Wohl bedacht hat der austragende Winzerblog das Thema fussballgerecht angepasst: Wein und Knabberei - food pairing!
Gerade läuft das seltsame Spiel Brasilien gegen Nordkorea.
Was soll man da am besten für einen Wein verkosten?
Am besten bleibe ich unparteiisch und öffne einen südafrikanischen Wein, welche ich im nahegelegenen Supermarkt erworben habe:

Südafrika
Nederburg
Cabernet Sauvignon 2009

Dazu gibt's original Biltong von dem Berliner Unternehmen Safari Biltong.
Biltong ist eine südafrikanische sehr beliebte Knabberei....in der deutschen Sprache auch besser als Dörrfleisch bekannt.
Im südlichen Afrika gibt es diese Delikatesse von den verschiedensten Tieren: normal vom Rind, aber auch vom Strauss, Kudu oder auch Springbok.
Ich habe mich für die traditional beef Variante zum südafrikanischen Wein entschieden.
Beides ist sehr lecker, wobei das Biltong um einiges besser ist als der Wein. Beim Kauen von Biltong träumt man sich gleich in Gedanken auf südliche afrikanische Pisten zurück.....Staub, Weite und der Geschmack des würzigen Fleisches. Lekka!
Der Wein ist zwar am Gaumen auch sehr fruchtig, hat aber leider keinen bemerkenswerten Abgang. Es fehlte mir auch die für einen Cabernet Sauvignon typsiche Fülle. Der Wein ist aber sauber und durchaus als Tischwein sehr gut geeignet. Für besondere Anlässe würde ich mir allerdings wohl einen besseren südafrikanischen Wein aussuchen....der mich vielleicht ein wenig mehr positiv überrascht.

Sonntag, 6. Juni 2010

Frische Eier und die 16. Brandenburger Landpartie

Endlich ein Wochenende, das auch seinen Namen verdient. Sonne, Sonne, Sonne und nochmals Sonne pur.
Was liegt da näher als ein Ausflug ins Grüne - verbunden mit einer kleinen Shoppingtour. Das Umland von Berlin ist agrar-technisch gut ausgerüstet. Überall sind Felder angelegt, auf denen es momentan grünt und blüht.Direkt an der Stadtgrenze an der B5 befindet sich der Hofladen Falkensee. Hier kann man Gemüse, Fleisch-, Wurst- und Käsewaren oder Obst kaufen. Direkt vom eigenen Feld quasi.Und wenn man Lust hat, kann man auch den Hennen beim Eierlegen zuschauen. Die Eier sammelt man zwar dann nicht selber ein, aber man kann sie im Hofladen ordnungsgemäss kaufen.Selber pflücken kann man allerdings gerne jeweils saisonabhängig Erdbeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren. Am Sonntag bekommt man auch gerne ein Stück Kuchen mit Kaffee serviert und kann es sich im Hof gemütlich machen.
Die Selbsternte der Erdbeeren beginnt voraussichtlich am 10. Juni 2010.
Wie viele andere Höfe wird auch dieser an der 16. Brandenburger Landpartie am 12. und 13. Juni 2010 teilnehmen.

Hofladen Falkensee
Dallgower Straße 1
14624 Dallgow-Döberitz

Dienstag, 1. Juni 2010

No Man's Land in Bulgarien

Das Thema Etikettenwein war schon mal Aufgabe der Weinrallye Nr. 8. Als Ergebnis konnte man festhalten, dass auch hinter ausgefallenen Etiketten gute Weine stecken können.
Ein bulgarisches Etikett hat mich daher so neugierig gemacht, dass ich den Wein erwerben musste. Die Flasche sah einfach mit dem Stacheldraht zu martialisch aus. Knastwein? Gibt es eine politische Intention?
Im bulgarischen südwestlichen Länderdreieck liegt - zwischen Griechenland und Mazedonien - das Gebiet Trakiiska nizina, in der dieser Wein angebaut wurde. Laut Eigenwerbung des Herstellers in einen "Niemandsland" zwischen Kapitalismus und Sozialismus, in einem Gebiet, das noch nicht umweltverschmutzt ist, - wenn man dem Etikett mal Glauben schenken möchte.
Die rund 1,5 Mio Flaschen, die von diesem Unternehmen hergestellt werden, werden sogar bis nach Kalifornien exportiert. Jedenfalls wurde der Catherine Granger vom blog Purple liquid geschenkte Wein in Palo Alto erworben.

Der 2007er ist farblich blutrot bis schwarzrot. In der Nase sind Aromen wie Kirsche, Vanille, und Brombeere erkennnbar. Der Wein wirkt ein wenig marmeladig. Am Gaumen ist der Wein allerdings tanninbetont und rund. Der Abgang ist fruchtig und langanhaltend.

Insgesamt ein schöner und angenehmer Wein, der gar nicht so grausam ist, wie das Etikett vorgaukeln möchte.

Bulgarien
Trakiiska nizina
Damianitza
No Man's Land
Merlot, Cabernet Sauvignon

2007, 14 % vol.

www.damianitza.bg

Trüffelzeit in Namibia

Wenn mal im Piemont oder im südlichen Frankreich die Trüffel ausgehen sollten, gibt es nun eine Alternative.
In Namibia ist gerade Trüffelzeit ausgebrochen. Und im Vergleich zu den europäischen Kollegen, sind die namibischen Knollen auch noch verhältnismässig günstig zu erwerben. Nach einem Artikel der Allgemeinen Zeitung kann man schon für rund 50 bis 70 N$ pro Kilogramm zu erwerben - Sand inklusive.
Die Knolle wächst nämlich bei und nach Regenzeit unter der sandigen Oberfläche der Kalahari!