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Donnerstag, 14. August 2008

Hannoveraner Maschseefest 2008

Die letzten Tage brechen für das Maschseefest 2008 in Hannover an.
Noch bis zum Sonntag, den 17. August 2008 trifft sich tout Hannover und Umgebung um die Nord-, Ost- und Südseite des Maschsees.Was erwartet den Besucher bei diesem Fest?
Neben unzähligen Wasserveranstaltungen wie das Fackelschwimmen im See, Konzerten, diversen Kleinkunstveranstaltungen oder unterhaltsamen Kinderprogramm kann man sich an zahlreichen Gourmetständen satttrinken und sattessen.
Insbesondere bei Gosch-Sylt sitzt man nicht nur hervorragend mittig am See und hat einen wunderbaren Seeüberblick, sondern bekommt auch noch leckere Krabbenbrötchen und vernünftigen Wein - schön im Eimerchen mit Eis gekühlt - aufgetischt.Und wenn man dann immer noch nicht zufrieden ist, dann beobachtet man am besten das Publikum und wundert sich, dass sich fast so eine Art Oktoberfest-Stimmung auch in Niedersachsen breit machen kann. Immerhin haben im letzten Jahr rund 1,8 Mio. Menschen das 23. Maschseefest besucht.
Wer weiss, vielleicht wird diese Zahl in diesem Jahr noch getoppt?

Maschseefest 2008
Hannover
30.7.2008 - 17.8.2008


Hannovers Herrenhäuser Gärten

Hannover zählt nicht unbedingt zu den touristischen Highlights der Bundesrepublik Deutschland. Diese Stadt ist daher mehr als kompetente Messestadt und historischer Welfen-Ort bekannt.
Aber auch hier gibt es Ecken, die wunderschön sind und in jedem Fall einen Besuch wert sind.
Gerade mal wenige Stadtbahnstationen vom Hauptbahnhof entfernt liegt der weitläufige und bedeutende Barockgarten "Herrenhäuser Gärten". Sowohl im Großen Garten als auch im nördlich gelegenen Berggarten der Herrenhäuser Gärten kann man gegen einen bescheidenen Pflicht-Obolus durch barocke Rosengärten, Grotten, verschlungene Heckenlabyrinthe, aufbrausende Wasserspiele, englische Rasenlandshaften und dunkle Waldgärten spazieren gehen und positive Energie sammeln.
Die Anlage begann schon im Jahr 1666 als Barockgarten Gestalt anzunehmen, bis er 1714 seine endgültige Form unter der Regie der Kurfürstin Sophie fand. Eine traumhafte Pflanzen- und Blütenpracht ergänzt saisonal wechselnd das Gesamtbild und bietet so dem Besucher über das ganze Jahr spannende Anreize für das Auge, die Lungen und den Geist.
Wen verwundert es da, dass dieser Ort sowohl für Photos mit jungen Hochzeitspaaren oder auch mal für diplomatische Gespräche und Phototermine von Staatsbesuchen auserkoren wird.

Herrenhäuser Garten
Herrenhäuser Straße 4
30419 Hannover


Und wenn man von soviel geordneter Natur erschöpft ist, bietet es sich an, in dem an den Park angrenzenden Mövenpick Restaurant zu Kräften zu kommen.
Das Drink-and-Food-Angebot unterscheidet sich zwar nicht von anderen Mövenpick Restaurants, ist aber beständig gut. Sowohl à la Carte, das Mittagsmenu, das Kuchenangebot als auch die Getränkeliste sind umfassend und lecker.
Übrigens, die Blaubeertorte sieht nicht nur unglaublich saftig aus, sondern sie schmeckt auch genauso.

Mövenpick Restaurant Schlossküche
Alte Herrenhäuser Str. 3
30419 Hannover

Dienstag, 25. März 2008

Hannoveraner Bundeshoflieferant Gaues und sein Ochsenbrot

Das letzte Heft vom Gault Millau (01.2008) hat sich dieses Themas schon ausführlichst angenommen: Brot!
Es ist ein Grundnahrungsmittel, das schon zu biblischen Zeiten immer ein Thema war, mal als ungesäuertes Brot, mal als Sauerteigbrot.
Gerade zum jüdischen Pessahfest, bei welchem der Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten gefeiert wird, soll sieben Tage lang nur ungesäuertes Brot gegessen werden (2. Mose 12, 15a-20). Wer es wagen sollte, gesäuertes, d.h. Sauerteigbrot zu essen, "der soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, auch ein Fremdling oder ein Einheimischer des Landes."
Auch das Neue Testament nimmt sich des Themas Brot an. Wie bei grossen Events üblich muss auch das Catering stimmen, wenn Tausende erwartet werden. Das wussten auch schon die Jünger Jesus, so dass sie überlegten, wie sie für zweihundert Silbergroschen genug Brot kaufen könnten. Jesus half diesem Problem ab, indem er fünf Gerstenbrote an fünftausend Männer verteilte (Johannes 6, 9-13) und jeder satt wurde: "Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten." (Johannes 6, 35).
Brot ist aber auch heutzutage noch ein Lebensmittel, das tagtäglich verzehrt wird und auf dessen Qualität daher penibelst geachtet werden sollte. Um so verwunderlicher ist es daher, dass so wenig - trotz grösster Brotvielfalt - auf Qualität beim Einkauf geachtet wird.
Einer, der sich auf das traditionelle Backen, d.h. fast ohne Maschinen, und daher zur Qualität zurückbesonnen hat, ist der Bäckermeister Jochen Gaues aus Hannover. Erstaunlich ist es daher nicht, dass er zum besten Bäcker gekürt wurde, und seine Backwaren das Bundespräsidialamt, WM-Mannschaften und die Top-Gastronomie samt Stars und Sternchen versorgen. Seine Brote, die in klassischer Nachtarbeit hergestellt werden, sind so köstlich, dass man nicht genug davon bekommt. In dem wenig attraktiven Verkaufsraum der Bäckerei, welche sich äusserlich in nichts von anderen herkömmlichen Bäckereien unterscheidet, werden überdimensionale bis neun Kilo schwere Ochsenbrote, Ciabatta-Brote, Bürli-Brote, Baguettes, Gersterbrote, Muckstangen oder auch Hörnchen an den Mann oder die Frau gebracht.
Aber wie auch in zwischenmenschlichen Beziehungen kommt es zu guter Letzt nicht auf das Äussere, d.h. die Räumlichkeiten, sondern auf die inneren Werte, in diesem Fall die Qualität der Backwaren an, die wohl unbestritten hervorragend ist. Denn das Brot ist in seiner Konsistenz gerade richtig. Es wird nicht zu schnell hart, wird aber auch nicht labbrig fad, sondern behält auch noch nach zwei Tagen seinen aromatischen Brotgeschmack- und duft.
Trotz fehlender protziger bis vornehmer Repräsentanz ist es daher nicht verwunderlich, dass Gaues Hoflieferant, d.h. Bundespräsidialamtslieferant ist.
Schade nur, dass die Bäckerei seinen Sitz in Hannover und nicht in Berlin hat.

Broterbe Gaues
Rehbergstr. 5
30173 Hannover

Montag, 24. März 2008

Das Bavaria im märchenhaften Harz

Der Winter ist auch über Ostern 2008 in Deutschland nicht weit entfernt. Jedenfalls dann nicht, wenn man ins Gebirge fährt. In diesem Fall in den niedersächsischen Harz, in den Nationalpark Harz, der immer mehr und mehr seinen altbackenen und spiessigen touch ablegt.
Dort gibt es noch verlassene schneebedeckte Regionen, in denen man sowohl traumhafte Wanderungen in der Einsamkeit machen kann als auch im touristischen Trubel die Pisten herunterrodeln oder auf Skiern herunterbrausen kann. Insbesondere von dem winzigen Ortsteil Torfhaus aus ist beides möglich.
Bevor man jedoch in der erst vor eineinhalb Jahren eröffneten Almhütte Bavaria Alm genüsslich einkehrt, sollte man es allerdings nicht versäumen eine wunderbare etwa zwei- bis dreistündige Wanderung zu machen.
Von der Bundesstrasse B4 aus biegt man in den Märchenweg ein und befindet sich nur wenige Minuten später in knietiefem Schnee und in einer Traumlandschaft. Eine Wanderung bis zum Oderteich lohnt sich in jedem Fall. Nach der Umrundung des Sees geht's dann wieder über den Märchenweg zurück, so dass man zum Schluss etwa 12 km abgelaufen ist.Geschafft von der Tiefschneewanderung ist man glücklich, wenn man daran gedacht hat, rechtzeitig in der Bavaria Alm in Torfhaus einen Tisch zu reservieren. Denn ohne eine solche muss man hart um die zwar zahlreichen Plätze, aber auch zu Recht sehr gut besetzten Tische kämpfen. Bei bayerischem Bier, sei es nun Hellem, Dunklem oder Pils, und den entsprechenden Schmankerln, wie Weisswurst, Flammkuchen, Wiener Schnitzel oder Käsespätzle, kann man seine Kräfte sammeln und die zahlreichen landschaftlichen Eindrücke verarbeiten. Die Hütte erinnerte definitiv aufgrund der Ausstattung, Lautstärke, der Bedienung in bayerischen Trachten und des Essens an die Vorbilder in den Alpen, so dass man trotz der nördlichen Lage das Gefühl von Alpenurlaub hat.
Die abendliche Rückkehr in die niedersächsische Ebene fällt einem dann besonders schwer, da man sich kaum von der herrlichen Natur trennen möchte. Schade ist nur, dass dieser Landstrich es bisher unterlassen hat, seine Pensionen und Hotels zu modernisieren und den Mief der 80er Jahre hinter sich zu lassen. Denn was in dieser Gegend noch fehlt sind kleine, aber sehr feine Unterkunftsmöglichkeiten, in denen man auf romantische Art und Weise ein herrliches Wochenende verbringen könnte.

Bavaria Alm
Torfhaus 38 a
38667 Torfhaus / Harz