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Montag, 4. Mai 2009

Futurismus oder ein Museumsbesuch in Mailand

Ein Begriff, der wohl nur Kunstinteressierten bekannt ist, oder?
Futurismus oder auch Futurismo ist der Inbegriff einer aus Italien stammende Kunstrichtung, die Anfang des letzten Jahrhunderts vor allem Kunst, Kultur, Architektur, Technik und auch die Politik prägte.
Der Urvater des Futurismus ist der italienische Jurist und Dichter Filippo Tommaso Marinetti, der mit seinem Manifest, das in der französischen Zeitung "Le Figaro" abgedruckt wurde, den Grundstein für diese avantgardistische Bewegung legte. Der bekannteste Künstler, der sich diesem Zeitgeist widmete, war Gino Severini, dessen Bilder auch in der Museum of Modern Art (MoMA) in New York hängen.

Dieser Kunstrichtung widmen sich momentan mehrere Ausstellungen in Italien in diesem Jahr.

Eine davon ist in der Fondazione delle Stelline in der Corso Magenta in Mailand noch bis zum 7.6.2009 zu sehen. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit den Ursprüngen des Futurismus in Form von Schriften, Skizzen und Bildern.
Der Besucher wird bei der Ausstellung mit den figürlich zerteilten Bildern von den führenden Künstlern dieser Bewegung Giacomo Balla und Umberto Boccioni konfrontiert. Dadurch, dass die Ausstellungsräume nicht zu weitläufig sind, kann man in kompakter Form eine Schulstunde zum Futurismo durchlaufen....so denn man des Italienischen mächtig ist.

Fondazione delle Stelline
F.T. Marinetti = Futurismo
vom 12.2.2009 bis 7.6.2009
Corso Magenta 61,
20123 Milano

Montag, 13. April 2009

Montag, 6. April 2009

Magentaquarantotto

Italien, das gelobte Land des Espressos.
Überall, wo man in Mailand hintritt, kann man schnell mal für 90 ct und mehr das kleine dickflüssige und starke Kaffeegetränk zu sich nehmen. Dabei ist es verpönt, sich tagsüber in ein Café zu setzen und langfristig über einer Tasse zu brüten. Dem Mailänder muss der Espresso zügig und quasi im Vorbeigehen gereicht werden.
Alleine Touristen machen es sich in den Bars auf den mehr oder minder schönen Sitzgelegenheiten bequem, schlürfen ein Minitässchen und brüten über den Stadtplänen.
Wenige Schritte von dem berühmten Dominikanerkloster Santa Maria delle Grazie liegt das Magentaquarantotto. Hier wird sowohl dem italienischen raschen Trinkusus als auch dem ausländischen Wunsch nach langem sightseeing, sich bequem etwas länger hinsetzen zu können, entsprochen.
Im Magentaquarantotto kann man sowohl im Stehen schnell seinen liebevoll dekorierten Kaffee hinunterstürzen, aber auch bequem am Tisch sitzen und die wundervoll goldige Einrichtung geniessen. Dazu gibt es göttliche Süssigkeiten, leckere warme Panini oder auch ungewöhnliche Croissants, die mal mit Kakao oder auch mit Pistaziencreme lindgrün gefüllt sind.
Abends wird das Cafe zu einer Bar umfunktioniert, in der man seinen Aperitivo mit kleinen unverschämt leckeren Schweinereien in netter Gesellschaft zu sich nehmen kann. Quasi als Start in eine lange Mailänder Nacht.
Apropos Gesellschaft. Hier trifft man nicht nur die Italiener aus dem Kiez um den Corso Magenta herum. Das Magentaquarantotto ist auch Treffpunkt eines International Clubs, der hier regelmässig seine Netzwerktreffen veranstaltet. Das jedenfalls versicherte eine Engländerin, die seit mehreren Jahren in Mailand lebt und mit anderen expats Kontakt hält.
Aber das kann jeder selber überprüfen.

Magentaquarantotto
Corso Magenta 48
20123 Milano
Italia
tel.: 0243511760

Samstag, 4. April 2009

Sleeping next to the Last Supper

Ein Hotel in einer so grossen Stadt wie Mailand zu finden, sollte ja wohl nicht so schwierig sein. Und dennoch.
Wer ein kleines, aber feines, sauberes und dennoch bezahlbares Hotel sucht, hat es wie in allen Metropolen schwer bei seiner Suche. Das Angebot ist gross und unübersichtlich. Ein Fehlgriff ist leicht gemacht.
Kein Fehlgriff ist die Wahl des Antica Locanda Leonardo in der Corso Magenta.
Das Hotel strahlt großbürgerlichen italienischen Charme aus und ist perfekt gelegen - next to Leonardo Da Vincis Abendmahl in der Santa Maria delle Grazie Kirche.
In einem Hinterhof gelegen, mit einem kleinen Garten ausgestattet, erwartet den Besucher eine angenehme Ruhe, die man in der sonst lauten lombardischen Stadt nicht erwartet. Die Reception des familienbetriebenen sehr sauberen Hotels ist ein elegantes in hellen Tönen ausgestattetes Wohnzimmer. Beruhigend erklingt leise klassische Musik.
Die Zimmer sind individuell eingerichtet. Statt des hotelüblichen Teppichbodens erfreut ein alter Parkettboden.
Die Bäder sind sauber und weiss, süsse kleine Badaccesoires fügen sich in das Konzept des Boutique-Hotels wunderbar ein. Kostenloses Wi-Fi ermöglicht den Zugang zum Internet.
Im Sommer kann man im eigenen Zimmer-Hofgarten sitzen, so denn man ein solches im Erdgeschoss in Richtung Garten gebucht hat. Sehr zum empfehlen.

Antica Locanda Leonardo
Corso Magenta 78
20123 Milano
Italia

Der Besuch von Leonardo Da Vincis Letztem Abendmahl ist bei einer so exquisiten Hotellage definitiv ein Muss. Allerdings ist es ratsam, sehr frühzeitig Tickets zu reservieren. Diese sind grundsätzlich mehrere Wochen im Voraus ausgebucht.
Wenn man jedoch welche ergattern kann, wird man nicht enttäuscht. Das Wandgemälde ist überwältigend und überrascht durch seine Komposition. Man wird nicht müde, sich die feinen Details des 1498 fertiggestellten Bildes anzuschauen und könnte, wenn man dürfte, stundenlang davor stehen. Hinter das Rätsel der Bilder von Leonardo da Vinci wird man aber auch dann vermutlich nie kommen.

Il Cenacolo Piazza
S. Maria delle Grazie 2
Corso Magenta
20123 Milano
Italia