Montag, 24. Mai 2010

Sage brunch

Mittlerweile ist die Generation derjenigen, die den Sage Club in Berlin noch von seinen ersten Tagen kennen, meist gesettlet und älter geworden. Die Nächte werden nicht mehr regelmäßig durchgetanzt.
Vielmehr genießt man den Abend oder auch den Tag mit Freunden beim Essen oder einem oder auch zwei Drinks.

Dem trägt der Sage Club Rechnung und hat vor genau einem Jahr im Mai 2009 das Sage Restaurant direkt an der Spree gelegen eröffnet. Wochentags hat das Restaurant nur abends geöffnet.
Sonntags und auch Feiertags (so auch am heutigen Pfingstmontag) kann man auch schon vormittags ab 11 Uhr ein opulentes Brunchbuffet in dem alten Fabrikgebäude in der Köpenicker Straße genießen.

Neben dem obligatorischen "Eggs and Bacon"-Angebot, gibt es zahlreiche frische Salate, Obst in den verschiedensten Variationen, Kuchen, Birchermüsli, verschiedene Sorten Cornflakes, ein reichhaltiges Käseangebot, Fleischspeisen und sogar auch hervorragende Weisswürste mit Brez'n. An einem transportablen Herd werden auch gerne Eier nach Wunsch zubereitet.

Wenn auch noch schönes Wetter wäre, könnte man das ganze draussen am hauseigenen Strand genießen. Leider war der Pfingstmontag diesmal zu unbeständig, so dass man sich indoor vergnügen musste. Dies tat dem Ganzen keinen Abbruch, da das Inneninterieur ansprechend war und man sich nicht verloren vorkam. Die Bedienung war sehr freundlich und aufmerksam.

Auch preislich verhielt sich das Brunch-Vergnügen noch im Rahmen des Vernünftigen. Das Buffet alleine hat 12,50 € gekostet. Getränke sind extra zu bestellen.

Sage Restaurant
Köpenicker Str. 18-20
10997 Berlin

Samstag, 22. Mai 2010

Weinrallye # 33 Weine aus Aromasorten betören die Sinne

Während das Championsleague Finale im TV läuft, wird kurzerhand die Weinrallye #33 mit dem Thema "Weine aus Aromasorten" in Angriff genommen.
Gastgeber ist der blog vinissimus, welcher uns durch den heutigen Tag informativ begleitet hat.
Noch ist kein Tor geschossen worden und schon betören nicht nur die Frühlingsdüfte die Sinne, sondern auch Aromaweine.
In meinem Fall ist dies eine kleine, aber feine Flasche Sauternes

Frankreich
Bordeaux
Denis Dubourdieu Domaines
Château Doisy-Daëne
Sauternes 2000
13,5 % vol.


Diese Assemblage besteht aus 80 % Semillon und 20 % Sauvignon.

Goldgelben strahlt dieser aromatische Wein nicht nur in der eleganten Flasche, sondern auch im Glas.

Die Nase wird förmlich von dem floralen Duft des Weines erschlagen. Nussige und gelbe Trockenfrüchte wie Aprikose dominieren in der Nase. Auch ein wenig Orangenkonfitüre ist erahnbar.

Am Gaumen ist der Wein angenehm honigartig bis buttrig, gepaart mit einer eleganten Säure.

Der Abgang ist lang und von schlanker, aber keinesfalls unangenehmer Süße geprägt.

1. Foie Gras de Canard
Passend zu den frühlingshaften Temperaturen kommt als Starter Foie Gras de Canard mit einem Sauerteig-Baguette auf den Tisch. Die Kombination Foie Gras und Sauternes passt treffsicher immer hervorragend zusammen. So auch dieses Mal. Unbeschreiblich lecker.


2. Wiener Schnitzel mit Spargel

Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Sauternes auch wunderbar zum Spargel passt. Ein Wiener Schnitzel kann da doch wohl auch nicht verkehrt sein, oder? Nein, ist es auch nicht.
Es ist für mich eine riesige Überraschung, dass der Sauternes den Spargel nicht geschmacklich erschlagen hat und auch mit dem leckeren Schnitzel grandios harmonierte. Ich werde zukünftig vermutlich meine Wein-Schnitzel-Vorlieben über Bord werfen und nur noch Sauternes zum knusprigen Schnitzel trinken.


3. "Sauternierte Erdbeeren"
Bevor es zum allerletzten Gang kommt, brauche ich jedoch einige Vitamine in Form von frischen Erdbeeren. Mit etwas braunem Zucker und mit Sauternes übergossen, ergibt es ein sommerliches und frisches Dessert. Zum Niederknien. Das erste Tor von Inter Mailand ist übrigens geschossen.


4. Bleu d'Auvergne und Epoisses
Nun ist auch das letzte Tor gefallen - allerdings nicht für Bayern München, sondern für Inter Mailand.
Damit beende ich auch mein Weinrallye-Sauternes-Menue und schliesse das lukullische Mahl mit einem Bleu d'Auvergne und einem Epoisses ab. Bleu d'Auvergne ist ein klassischer Partner zum Sauternes. Aber auch der sehr würzige und zerlaufende Epoisses harmoniert mit der Süße des Sauternes.


Diese Weinrallye war für mich wieder sehr überraschend. Der süße Sauternes taugt nicht nur als Dessertwein, sondern kann umgekehrt ein gesamtes Frühlings-Menue perfekt begleiten - quasi ein Allroundwein.
Säuerliche und einfache Weine zum Spargel sind von meiner persönlichen Karte gebannt - Dank Weinrallye # 33!

Sonntag, 18. April 2010

Weinrallye # 32 Spätburgunder - Eine deutsche Vielfalt

Aus dem fernen Südfrankreich wird das 32. Weinrallye-Thema von Iris Rutz-Rudel vom blog Weingut Lisson vorgegeben:

Iris produziert auf ihrem Weingut Lisson selber Pinot Noir und wird wohl daher hoffentlich den einen oder anderen Expertenkommentar zu den Weinrallye-Artikeln hinterlassen.

Deutschland gilt leider nicht unbedingt als Rotweinland. Schade. Denn es gibt neben den wunderbaren Moselrieslingen herrliche fruchtige Spätburgunder. Zwei Spätburgunder aus dem Badischen und einer von der Ahr standen mir zur Verfügung. Auch wenn mir Baden sehr nahe steht, war in dem Battle eindeutig die Ahr Siegerin.

Als Speisengrundlage diente ein kurz angebratenes Rinderfilet, ein schnell mit Feigen-Balsamico angemachter Salat mit einer schwarzen Tomate und ein Gemüsenpotpourri aus Paprika, Sellerie, Aubergine, Oliven, Rosinen, Kapern, Tomaten, Pinienkernen gewürzt mit Nelken und schwarzem Olivensalz.

1. Baden
Steigenberger Wein
Spätburgunder
13 % vol, 2007 (Schraubverschluss 0,5 l)
Vertrieb: Gräflich von Kageneck'sche Wein- & Sektkellerei GmbH


Der badische "Hotelgruppeneigene" Wein stand letzten Sommer zur Begrüssung in meinem Hotelzimmer im Allgäu. Er fand paar Tage später seinen Weg ins ferne Berlin, um hier verkostet zu werden. Fern von Urlaubsgefühlen.
Die Farbe ist sauerkirschrot. In der Nase sind auf der einen Seite fruchtige Aromen wie Johannisbeeren zu erriechen. Auf der anderen Seite hat er aber auch leichte muffige Noten. Seltsam, dabei war das doch ein Wein ohne Korken, sondern mit Schraubverschluss versehen! Am Gaumen war der erste Schluck etwas watteartig. Allerdings blieb zum Glück das Beerige deutlich. Der Abgang war kaum zu verzeichnen.
Nicht unbedingt mein Favorit. Hätte ihn vielleicht doch im Urlaub verklärt trinken sollen.

2. Baden
Achkarren Schlossberg
Spätburgunder
13 % vol., 2006 (Kunststoffkorken)


Farblich hat der Wein eine helle himbeerige Farbe. In der Nase sind deutliche Aromen wie Erdbeer und Himbeere zu erahnen. Am Gaumen wirkt er dann unerwartet jung, mineralisch, fast spritzig.
Der Abgang hat eine leicht vanillige Note.

Der mit Balsamico angemachte Salat harmonierte wunderbar mit dem Wein. Während das Rinderfilet vom Wein nicht ganz so begeistert war, obwohl ich das gehofft hatte.

3. Ahr
Jean Stodden
Spätburgunder
13,5 % vol., 2007 (Kunststoffkorken)

Mein absoluter Favorit ist und bleibt der Spätburgunder Jean Stodden. Alle bisher von Stodden verkosteten Weine waren grandios. Sie haben eine französische Fülle, die mich begeistert.
Auch der Spätburgunder 2007 ist einfach nur lecker.
Dieser Spätburgunder ist farblich ebenfalls kirschig bis himbeerig. In der Nase sind kräftige beerige Aromen mit einem Schuss Waldboden zu erriechen. Am Gaumen kommen die Sauerkirschen nochmal rund zur Geltung. Im Abgang hat er eine vanillige runde Note mit einem Schuss angenehmer Säure.
Zusammen mit dem Rinderfilet mit leichter reduzierter Weinsauce ergab dies ein harmonisches Paar.

Dienstag, 23. März 2010

Weinrallye # 31 Faszination Wein und wie ich den Kopf verlor

Die Weinrallye # 31, ausgerichtet von "Bernhard Fiedlers We(in)blog", katapultiert mich an die Anfänge meiner Faszination für Wein. Schritt für Schritt gehe ich in Gedanken zurück in die Vergangenheit und verliere mich in wunderschönen Momenten.
Begonnen hat alles in München.
Ein amerikanischer Freund öffnete für mich einige Flaschen kalifornischen Wein und ich verlor mein Herz. Einfach so.
Dazu sang Bebel Gilberto das mein Herz berührende Lied Tanto Tempo. Die Zeit erschien mir tatsächlich unendlich und schön. Alles passte... die Musik, das auf die Weine abgestimmte Menue, die Umgebung, die Gesellschaft und vor allem der Wein. Es hat Klick gemacht.
Seit diesem Moment taste ich mich vorsichtig an das kapriziöse Luxusgut heran und verstehe immer mehr, dass ich doch nichts von Wein verstehe.
Der konservative Weinkenner schüttelt sicherlich gerade abwertend den Kopf. Kalifornischer Wein als Beginn einer Weinblogger-Karriere! Passt nicht und eigentlich doch wieder.Die Weine von Swanson, Dehlinger, Shafer und Kistler haben mir die Augen, Nase und Gaumen geöffnet. Plötzlich schmeckte Wein nicht mehr wie alkoholischer, saurer Traubensaft. Aromen wie Johannisbeeren, Kirsche, Moos, Pflaumen, Kräuter, Schokolade und sicherlich auch Vanille schwebten plötzlich in der Luft und setzten sich an meinem Gaumen explosionsartig fest.

Swanson, Alexis 1996
Dehlinger, Syrah 1996

Shafer, Cabernet Sauvignon 1996

Kistler, Sonoma Mountain Chardonnay 1997


Ich bin neugierig geworden. Ich wollte wissen, wie andere Weine schmecken und ob mich noch andere Aromen begeistern. Ich wollte wissen, ob die Fähigkeiten des Winzers, der Jahrgang und die Lage tatsächlich so einen erheblichen Einfluss auf die Qualität haben.
Mit der Zeit stellte ich fest, dass Wein nie gleich Wein ist. Der gegorene Saft ist wie der Mensch selber. Individuell, überraschend und manchmal auch enttäuschend.
Meist öffnet er mir den Sinn für Genuss. Manchmal war der Wein aber auch launisch und drehte mir den Rücken zu, wenn ich ihm eine Speise als Begleitung aufdrängte, die er nicht ausstehen konnte. Ich lernte ihn zu akzeptieren und versuchte mich nach ihm auszurichten.
Ich entdeckte verschiedene Länder, gar Kontinente, durch den Wein. Nach dem kalifornischen Wein erkundete ich italienische, französische und deutsche Weine. Sensorische Ausflüge in andere Länder und Kontinente folgten.
Zu Beginn der Weinrallye # 31 war ich versucht, an die Weinwurzeln zurückzukehren, um die Weine nochmal zu verkosten, die so sehr mein Leben geprägt haben.
Aber wie mit jeder grossen Liebe sollte man es auch beim Wein so halten....die Erinnerungen sind immer die Schönsten!
Danke Bernhard für den schönen Ausflug in die Vergangenheit.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Weinrallye # 30 Back to the Nature!

Letztens ist mir in der Zeit ein Zitat ins Auge gefallen und ist im Kopf hängengeblieben: "Die besten Weine macht die Natur!"
Das war's! Das war meine Antwort auf die Frage bzw. Aufgabenstellung der Weinrallye #30 "Naturwein" auf dem blog Social Wine von Matthias!
Mit dem Begriff Naturwein kann ich allerdings bis dato wenig anfangen. Das Internet verhält sich diesem Begriff ziemlich kontrovers und manchmal unentschieden gegenüber. Ob damit Bioweine gemeint sind, oder Weine ohne Zuckerzusatz (das sollten sie doch nach auch so, oder? )...eine abschliessende Antwort war leider nicht zu finden.
Deswegen war die wörtliche Auslegung des Wortes Naturwein für mich das wichtigste Kriterium bei der Suche nach einem passenden Wein. Meiner Auslegung nach soll es ein Wein sein, dem möglichst keine künstlichen Stoffe zugesetzt worden sind. Und da mir kein chemisches Labor zur Verfügung steht und ich den Wein nicht selber herstellen kann, hilft nur Vertrauen. Ich greife auf einen Wein zu, der das Siegel Bio hat! Na, hoffentlich hat der tatsächlich auch keine Zusatzstoffe und ist ganz natürlich.

Chile
Valle del Maule

Viña Lomas de Cauquenes (COVICA)
Las Lomas

País und Cabernet Sauvignon
2007, 13,5%


Ein kräftiger Chilene, der in chilenischen und nun auch in deutschen - schnee- und kältereichen - Wintern wärmetauglich ist. Der Wein wurde von einer Kooperative im Valle del Maule hergestellt. Diese Weingegend mit zahlreichen Winzerbetrieben liegt etwa 200 km südlich von Santiago in einer vulkanreichen Region und ist für seinen País-Anbau bekannt. País ist nach Cabernert Sauvignon die am häufigsten angebaute Rebpflanze in Chile.

Zum Wein gibts chilenische deftige Empanadas mit Bio-Rind, Oliven und Rosinen.

Der Wein hat eine schwarz-rote Färbung mit einer leichten bräunlichen Nuance. In der Nase sind ganz deutlich Sauerkirschenaromen und Johannisbeeren erkennbar.
Am Gaumen ist der Schluck recht tanninreich und die Johannisbeeren machen sich weiterhin bemerkbar. Für meinen Geschmack ist der Wein ein Tick zu säuerlich ohne eine ausgewogene Balance zu haben.
Auch der Abgang ist mir etwas zu dezent.
Übrigens passt der Wein zu Schokolade hervorragend....
Fazit: dem Wein fehlt zwar ein wenig die Finesse. Aber er ist ordentlich und mehr als trinkbar. Kräftig und erdig.
Back to the Nature! Forward to Chile!

Freitag, 15. Januar 2010

Weinrallye # 29....ab in die Schweiz!

Weinrallye # 29.......und ich habe sie verpasst.
Diesmal gings am 13. Januar 2010 um Schweizer und Veltliner Weine.
Robert's Schweizer blog lamiacucina begeisterte wieder zahlreiche Weinliebhaber - Profis wie auch Laien.
Hoffentlich wird myexperience4u dann wieder bei Weinrallye # 30 dabei sein! Was wird dann wohl das Thema sein?

Samstag, 24. Oktober 2009

Bruce Wilson veröffentlicht Traveller

Bruce Wilson, schottischer Musiker, derzeit in Berlin, veröffentlicht am 2. November sein Album Traveller.
Die elf Stücke des Albums demonstrieren die gesamte Bandbreite des Musikers. Von der Ballade bis zum eingängigen Pop-Song, vom musikalischen Experiment bis zu Rock.
Auf www.brucewilson.net kann man sich einen ersten Eindruck verschaffen. Der Weltenbummler Wilson hat auf Traveller seine musikalischen Einflüsse und die Erlebnisse seiner vielen Reisen einfließen lassen. Traveller wurde von Bruce komponiert und produziert und von bekannten Musikern der Berliner Szene eingespielt. Bruce Wilson hat darüber hinaus viele Instrumente selber gespielt.
Verlegt wird Traveller beim Berliner Label und Tour-Management think music.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Das musikalische namibische Sammeltaxi mit Grips

Grandiose Premierenfeier mitten in der Woche und mitten in Berlin.
Zur deutschen Erstvorstellung des Musicals Friends 4eva erschienen nicht nur zahlreiche Linie 1- und Gripstheater-Fans, sondern auch unser Berliner Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, der Botschafter der Republik Namibia Neville Gertze mit Ehefrau und Kindern und unser aller deutscher Bundespräsident Horst Köhler höchstpersönlich mit Gattin Eva Köhler.
Und weshalb kam derart große Prominenz an einem Dienstag abend mitten im Berliner Hansaviertel zusammen? Um nicht nur von einer wunderbaren namibischen-deutschen Theaterproduktion und -kooperation unterhalten zu werden, sondern auch um dem 40-jährigen Geburtstag des rebellischen Gripstheaters seinen tiefen Tribut zu zollen. Auch wenn das Theater noch so jugendlich ist wie eh und je. Quasi im besten Alter.
Zur wunderbaren Musik mit namibischen Einfluss hielt es die Gäste zum Schluss nicht mehr auf den Bänken. Alle tanzten und klatschten zur Musik mit.
Dabei beginnt die Geschichte von Eva gar nicht so amüsant. Allein und noch voller Begeisterung landet sie in Windhoek, schwanger von einem namibischen Musiker. In einem Sammeltaxi durch Namibia reisend und auf der Suche nach ihrem Freund, erlebt sie Namibia allerdings weniger von seiner touristischen Seite. Vielmehr muss Eva sich mit Armut, Krankheit, Tod, Gewalt und Rassismus auseinandersetzen, bevor sie schlussendlich nicht nur ihre Liebe findet, sondern auch in Liebe zu Namibia verfällt.
Diese Aufführungen sind ganz besonders. Die meisten der jungen namibischen Schauspieler haben mit Friends 4eva ihr schauspielerisches und sängerisches Debut gehabt. Eins wurde mit dieser Aufführung deutlich: die zumeist jungen Darsteller sind nicht nur mit Herz und Seele Schauspieler und Komiker, sondern auch herzergreifende- und zerreissende Sänger. Diese zwischen Berlin und Windhoek zustandengekommene Theaterproduktion zeigt wozu shared experiences führen: nämlich zu frischen jungen Produktionen, die über Länder- und Kulturgrenzen voneinander profitieren.

6./7./8.10. GRIPS Theater, BERLIN ausverkauft

12.10. Schulveranstaltung im Fontanehaus, BERLIN

13./14.10. Schulveranstaltungen im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt, BERLIN

17./18. Hallenbad, WOLFSBURG

19.10. Haus im Park, BREMEN

20.10. Das Zentrum, BAYREUTH

21.10. Kulturhaus, GOTHA

23.10. Theaterwelt Phoenix, WITTENBERG

25.10. Werk II, LEIPZIG

26.10. Steintor Varieté, HALLE

27.10. VCRE Bürgerhaus Süd, RECKLINGHAUSEN

28.10. WestStadthalle, ESSEN

29.10. Forum KulturStadt Lev, LEVERKUSEN

1.11. Stadthaus, ULM

2.11. Frankfurter Hof, MAINZ

4./5.11 Kinder- und Jugentheater, FRANKFURT a.M.

Dienstag, 22. September 2009

Afrika - Mitte(n) im Gespräch - Aukongo und die zwei Welten

Stefanie-Lahya Aukongo hat viel zu erzählen.
Kein Wunder. Ihr Leben begann mit einem Kampf, mit vielen Steinen auf Ihrem zunächst holprigen Weg und Grenzgängen.
Am 1. Oktober 2009 erscheint ihr autobiographisches Buch "Kalungas Kind" im Rowohlt Verlag.
Passend zu dem bevorstehenden Tag der Einheit, schildert Aukongo, deren Mutter während der Bürgerkriegswirren in Namibia schwer verletzt ausgeflogen wurde, wie ihr die DDR das Leben rettete. Unglaublich, aber wahr.
Von ihren Erfahrungen zwischen bzw. mit zwei Nationen und ihrem Leben und Überleben wird Aukongo im Rahmen der Gesprächsreihe „Afrika – Mitte(n) im Gespräch“
am 25. September 2009
um 19.30 Uhr
im Afrika Haus (Bochumer Str. 25, 10555 Berlin)
www.afrikahaus-berlin.de
erzählen.
Die Moderation wird Klaus Boldt von Dritte Welt Journalisten e.V. führen.

Freitag, 18. September 2009

Linie1 oder doch lieber Friends 4eva?

LINIE 1 -Wer kennt das Berlin-Musical mit seinen gewitzten Geschichten und Liedern nicht?
In einer neuen, diesmal namibischen - Fassung feiert das Musical - unter dem Titel

"Friends 4eva"
am 6. Oktober 2009
im Grips-Theater in Berlin
Deutschland-Premiere.

Seit 20 Jahren ist "Linie 1" mit über 1300 ausverkauften Vorstellungen allein im GRIPS Theater eine Berliner Erfolgsstory. In viele Sprachen übersetzt und international aufgeführt spricht es mit seiner Kombination aus Musik, Drama, Humor und sozialer Kritik, ein breitgefächertes Publikum an. "Friends 4eva" wird in englischer Sprache mit dt. Untertitelung aufgeführt.

Drehbuch und Regie: Natasha Lamoela und Frank Dornbrach (AVALON/Namibia)
Musikalische Leitung: Matthias Witting (GRIPS Theater/Deutschland)

Hauptdarstellerin: Kathrin Osterode (GRIPS Theater/Deutschland) + namibisches Ensemble (AVALON/Namibia)

(Stücklänge ca. 2:40 h (inkl. 20 min Pause), Englisch mit deutscher Übertitelung –in Deutschland)

Deutschlandpremiere am Dienstag 6.10.2009 um 19 Uhr 30 Grips-Theater Berlin Altonaerstraße 22 10557 (direkt U-Bahnhof U9, Hansaplatz)

Bundespräsident Horst Köhler, der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und der
namibische Botschafter Neville Gertze werden die Premierenveranstaltung im Grips Theater eröffnen.

Weitere Termine:
Berlin (6-14.10),
Potsdam (15.10),
Wolfsburg (17+18.10),
Bremen (19.10),
Bayreuth (20.10),
Gotha (21.10),
Wittenberg (23.10),
Leipzig (25.10),
Halle (26.10),
Recklinghausen (27.10),
Essen (28.10),
Leverkusen (29.10),
Duisburg (30.10),
Ulm (1.11),
Mainz (2.11) und
Frankfurt (4.+5.11).

Für weitere Informationen: http://www.berlin-windhoek.org/index.php?page=article&id=60

Mit der freundlichen Unterstützung von:
Air Namibia, Kalahari Sands Hotel&Casino, Gasag, Deutsche Kreditbank, Aktion Afrika - gefördert durch das Auswärtige Amt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags, Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, Bank Windhoek Arts Festival, Klein Windhoek Guesthouse, Deutsche Botschaft Windhoek

Donnerstag, 30. Juli 2009

EES music arrived in Berlin!

Die Vorfreude auf das Kwaito-Event im Rahmen der 12. IAAF Leichtathletik WM in Berlin nimmt mit jedem Tag mehr zu. Und die Spannung steigt.

First time ever ...
The namibian Superstars EES & Gazza will perform
in front of Brandenburger Tor (Pariser Platz) in Berlin
16th of August 2009
5pm to 6pm
in the KulturStadion.

And surprise, surprise!

You can buy at Berlin's Dussmann store the CD's of EES exclusively!

Mit ihrem gemeinsamen Auftritt repräsentieren EES und Gazza ein neues, apartheidfreies Namibia, das fast zwanzig Jahre nach der Unabhängigkeit von Südafrika nun auch seine musikalische Identität gefunden hat.

Neu ist aber auch der Musikstil Kwaito, der aus Elementen von Reggae, HipHop und Dancehall besteht und die Kühle des elektronischen sounds mit dem sonnigen Klang des Reggae und dem straßentauglichen HipHop verbindet.

See you there for a huge Party!

Mittwoch, 8. Juli 2009

GAZZA and EES WILL BE BACK IN BERLIN

Die Leser des Namibiamagazins konnten erst kürzlich einen Artikel über den erfolgreichen Aufenthalt des namibischen Kwaito-Sängers Gazza im Frühjahr in Deutschland lesen (Namibiamagazin 2/09 – wer die Zeitschrift haben möchte, erhält sie als Mitglied der Deutsch-Namibischen Gesellschaft (DNG) kostenfrei oder muss das Magazin separat bestellen).
Da hieß es noch: „Vielleicht ergibt sich im nächsten großen Jubiläumsjahr (…) wieder eine Gelegenheit, die deutsch-namibischen Freundschaften, die auch dieses Jahr wieder entstanden sind, musikalisch zu vertiefen.“

Wer hätte gedacht, dass dies schon in wenigen Wochen wieder möglich sein wird!

Der große musikalische Erfolg Gazza’s in München und Berlin hatte sich bis zu den diesjährigen Veranstaltern „KulturStadion“ des Begleitprogramms der 12. IAAF Leichtathletik-Weltmeisterschaft Berlin 2009 herumgesprochen. p.art.ners berlin-windhoek gGmbH erklärte sich in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Namibischen Gesellschaft bereit, einen namibischen musikalischen Beitrag zu diesem Event zu leisten.


GAZZA and EES WILL BE BACK IN BERLIN.

Gazza wird zusammen mit dem smarten Kwaitostar EES, der in „good old Germany“ mittlerweile auch kein ungeschriebenes Blatt mehr ist, voraussichtlich

am SONNTAG, 16. AUGUST 2009, 20:00 bis 21:00 Uhr

auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor zu heißen Namibia - Kwaito -Beats am „Tag der Nationen“ performen.


Wer sich bis zu dem Auftritt nicht gedulden kann, den verweise ich auf zahlreiche youtube-Videos mit Gazza und EES.

Und wer vielleicht ein Autogramm und gemeinsame Fotos mit den namibischen musikalischen Superstars haben möchte, der muss einfach zu diesem Mega-Event kommen!

Foto: Sandy Harnisch

Sonntag, 21. Juni 2009

Weinrallye # 24 Kurz, knapp und NAHE

Das gestrige Sommerfest der Deutsch-Namibischen Gesellschaft war schuld. Schuld daran, dass ich soviel Spass hatte, anregende Gespräche führen durfte und ganz viele neue Leute kennengelernt habe. Schuld aber auch daran, dass mein Beitrag zur mittlerweile Weinrallye # 24
"Das Gute liegt wirklich Nahe"
nur kurz und knapp und dann auch noch verspätet erscheint. Denn leider hat Namibia wenig mit dem Weingebiet Nahe zu tun und ist auch nicht "nahe" an Berlin gelegen. So war es mir leider nicht - wie einigen anderen - vergönnt, unterhaltsame Feste mit der Weinrallye zu verbinden.
Daher wird fix eine schon vorbereitete, d.h. gekühlte, Nahe-Flasche geöffnet, um den Ausrichter der diesmaligen Weinrallye vom blog der Ultes mit einem weiteren Beitrag zu erfreuen. Die momentan sommerlichen Temperaturen passen wunderbar zu einen schönen und frischen Riesling.

Deutschland
Nahe
Pieroth
Riesling trocken
12,5 % vol., 2007

Farblich ist der 2007 Riesling blass gelb-grünlich.
In der Nase ist der Pieroth leicht metallisch und hat ein säuerliches Nektarinenaroma.
Am Gaumen wiederholt sich der metallische Geschmack, wobei unklar ist, woher er kommt. Hinzu kommen leichte Zitrus- und Pomeloaromen.
Der Abgang ist unspektakulär und nicht lang. Die Aromen sind relativ flüchtig.
Als eine Freundin hörte, dass ich einen Nahe-Riesling geöffnet habe, kam sie kurzerhand vorbei und schloss sich einem Glass Wein auf dem Balkon an, um noch ein wenig den kühlen Sommer zu geniessen. Dabei war der Riesling für einen ausgeprägten Girlstalk der passende Wein: unkompliziert, erfrischend und wenig dominant.
Mir hat der Wein gefallen und die Freundin war auch begeistert.

Samstag, 6. Juni 2009

Einladung zum Sommerfest "Berlin trifft Windhoek"

Zum Deutsch-Namibischen Sommerfest "Berlin trifft Windhoek" am Samstag, dem 20. Juni 2009, von 14:30 Uhr bis ca. 23 Uhr auf dem Gelände der Galerie und Künstlerwerkstatt "Inselspinnen" (www.inselspinnen.de) auf der Insel Eiswerder, Eiswerder Str. 15, Kunsthalle 12, 13585 Berlin-Spandau lade ich Sie, Ihre Familie, Ihre Freunde und alle an Namibia Interessierte herzlich ein.

Wir erwarten mit grosser Freude:

Birgit Möhring
Vizepräsidentin der Deutsch-Namibischen Gesellschaft e.V.

S.E. Neville M. Gertze
Botschafter der Republik Namibia

Gerd Kronmüller
Stv. Leiter der Abteilung Protokoll und Auslandsangelegenheiten der Senatskanzlei Berlin

Freuen Sie sich ab 14:30 Uhr auf einen Tag der Begegnungen und Gespräche, der Information und der Geselligkeit.

Livemusik der Gruppe "Los Multikultis" (www.losmultikultis.de), Gesang und Percussion von Eliane Aka (Elfenbeinküste) und Thomas Tossou (Togo), Chor und Trommelgruppe der Oberschule Basdorf, Kwaito-Musik "Made in Afrika" präsentiert by DJ Zhao (www.myspace.com/zhaoism), Kunstausstellung der Künstlerwerkstatt Inselspinnen, Namibia-Foto-Schau, preisgekrönte Kurzfilme aus Namibia, Verkaufsausstellung "Weavers of Namibia", Kunst für und mit Kindern, Informationsfilm und -materialien
Braai (namibisches Grillen mit südafrikanischem Wild), Getränke (u.a. Windhoek Lager und südafrikanischer Wein), Kaffee und Kuchen

Eintritt frei! Ich freue mich auf Ihr zahlreiches Erscheinen! Es ist auch für eine Schlechtwetter-Variante gesorgt.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen der Deutsch-Namibischen Gesellschaft und der Künstlerwerkstatt Inselspinnen.

Montag, 18. Mai 2009

Weinrallye # 23 ..... Wein, Weib und kein Gesang...dafür eine französische Weinrallye!

Die mittlerweile 23. Weinrallye wird von der Winzerin Iris vom blog Weingut Lisson veanstaltet, betreut und ausgewertet. Ihr vorgegebenes Thema ist so simpel wie es auch schwer ist.
Gesucht werden Winzerinnen-Weine.
Weine, die tatsächlich von Frauen gemacht werden. Und das, obwohl auch noch heute die Weinproduktion international meist fest in männlicher Hand liegt.
Die Zeiten ändern sich aber allmählich.
Vor allem wird es für Frauen immer selbstverständlicher, häufig traditionsreiche, alte und familienbetriebene Weingüter von ihren männlichen Vorfahren zu übernehmen.
Da stellt sich wie von selbst die Frage, ob es einen Unterschied zwischen "Winzerinnen-Wein" und althergebrachtem "Winzerwein" gibt. Unsere diesmalige "Wine-Hosterin" und Languedoc Winzerin Iris ist hierbei das beste Beispiel, daß Frauen sich auch in einer Männerbastion behaupten können. Leider war es mir noch nicht vergönnt, Weine vom Weingut Lisson zu trinken. Das wird aber hoffentlich bald nachgeholt.

Das Augenmerk bei dieser Weinrallye soll allerdings anderen Winzerinnen in Frankreich gelten.
Zwei grosse und traditionsreiche Güter werden nämlich von Frauen regiert. Die Rede ist hier von dem Gut Domaine Weinbach aus dem Elsass und dem Château Dalem aus dem Bordeaux.
Auf elegante und unscheinbare Weise produzieren diese Winzerinnen ihre Weine und stehen ihren männlichen Kollegen in nichts nach.

1. Mme Brigitte Rullier-Loussert von Château Dalem
Das Château Dalem ist mir von Anfang an überaus sympathisch. Eine Webseite ist zwar nicht auffindbar, dafür aber ein blog! Mme Rullier-Loussert ist Bloggerin. Die besten Voraussetzungen für diese Rallye sind somit erfüllt.
Das Château Dalem ist ein altes Weingut, das offiziell seit 1610 von der Familie Crabit betrieben wird. Nach dem Tod von Michel Rullier 1955 hat seine Tochter Brigitte Rullier-Loussert das Gut übernommen und führt diese nun mit ihrer weiblichen Hand. Nach aussen ist dies insbesondere durch das Design der Flasche erkennbar. Im Gegenzug zu ihrem Vater hat die Flasche nun einen roten Hals und enthält rote Schriftzüge.
Inwieweit der Wein auch "weiblicher" wurde, lässt sich nicht sagen. Für einen Vergleich fehlt mir einfach ein Michel Rullier Wein von vor 1955.
Aber auch so lässt sich sagen, dass der Fronsac phantastisch ist.

Frankreich
Bordeaux
Fronsac
Château Dalem, 2005
14 % vol.

Dieser Bordeaux, der aus 90% Merlot und 10% Cabernet franc besteht und auf lehm-kalkartigen und kreidehaltigem Boden im Weinanbaugebiet Fronsac gewachsen ist, überzeugt durch eine intensive Fruchtigkeit mit satten Tanninen.
Farblich ist der noch junge Wein dunkelrot und hat noch einem Violettstich.
In der Nase dominieren starke und fruchtige Beeren- und Kräuteraromen gemixt mit einem leichten Bananenaroma.
Die gleichen Bananenaromen spiegeln sich am Gaumen wieder und werden durch pfeffrige Noten ergänzt. Harmonische Tannine geben dem Wein die nötige Spannung.
Der Abgang ist lang, komplex und hat einen leichten säuerlichen, angenehm erheiternden Nachhall.

Hierzu passt sicherlich ein wunderbarer Braten hervorragend oder ein saftig gegrilltes Stück Fleisch. Damit kann ich leider momentan aber nicht dienen.
Dafür kommt eine profane und grundsolide deutsche Wurstplatte mit den verschiedensten Wurst- und Schinkensorten auf den Tisch.
Dazu ein herzhaftes französisches Poilâne Brot und ein Glas fruchtiger Bordeaux...und schon hat man ein phantastisches Abendmahl.


2. Mme Colette Faller et ses filles
Die Internetseite der Domaine Weinbach ist im Gegenzug zum Château Dalem sehr informativ gestaltet. So erfährt man nicht nur etwas über die Geschichte des Guts und die Böden auf denen der Wein wächst, sondern auch über die Weine selber mit recommends, welches Essen zu den Weinen passt.Das Gut selber wurde 1612 von Kapuziner-Mönchen gegründet. Während der Französischen Revolution wurde es verstaatlicht und 1898 von den Faller Brüder erworben. Der Sohn und Neffe Théo Faller führte das Gut dann fort, bis es nach seinem Tod 1979 seine Ehefrau Colette mit ihren Töchtern Catherine und Laurence übernahm.
Der Wein, der hier vorgestellt wird, schlummerte schon länger in meinem Weinreservoir und wartete nur darauf geöffnet zu werden. Und ehrlich gesagt, keine Minute zu früh.

Frankreich Elsass
Domaine Weinbach
Colette Faller et ses filles
Riesling
Cuvée Ste. Catherine, 1996
13 % vol.

Farblich ist der Wein goldgelb mit einer Neigung zur Mattigkeit.
In der Nase ist er schon stark petrolhaltig mit leichten würzigen Kräutern.
Am Gaumen dominieren überreife gelbe Früchte wie zum Beispiel Pfirsiche und Aprikosen. Allerdings neigt der Wein leider schon zum umkippen. Wen wundert es bei dem Alter.
Und dennoch hat auch dieser Riesling noch beim Abgang Kraft und läuft ölig die Kehle herunter.
Hierzu habe ich die typisch elsässische Nationalspeise Choucroute nach einem Rezept von Sarah Wiener aus ihrem letztlich entstandenen Buch "Meine kulinarische Reise durch Frankreich" gekocht.

Sarah Wiener
Meine kulinarische Reise durch Frankreich
Eine Liebeserklärung mit Rezepten
Eichborn Verlag,
Frankfurt am Main,
November 2008

Ein Stück Elsass in meiner Berliner Küche.
So könnte man die Düfte beschreiben, die aus dem Topf mit dem Sauerkraut, Räucherspeck, Schweineschulter und weiteren leckeren Zutaten strömen. Fehlt nur noch der Blick über grüne Weinberge. Damit kann ich zwar momentan nicht dienen, dafür aber mit dem elsässischen Riesling, der sich hervorragend zum Choucroute ergänzt. Und dies, obwohl die Internetseite der Domaine Weinbach zum Choucroute keinen Cuvee Ste. Catherine, sondern einen Grand Cru Schlossberg empfiehlt.
Gerade weil der Wein schon nicht mehr übermässig säurehaltig ist, passt er aber phantastisch zum säuerlichen Sauerkraut, den rattigen Kartöffelchen "La Ratte", und der am Gaumen schmelzenden Schweineschulter. Lecker, lecker, lecker. Essen wie Gott in Frankreich....ausnahmsweise aber ist er diesmal in Berlin zu Gast.

3. Ergebnis
Inwieweit die zwei vorgestellten Weine tatsächlich "weiblich" sind, mag ich nicht zu beurteilen. Klar ist jedoch, dass diese Weine sich von Massenweinen hervorheben. Sie sind komplex und aromatisch und schmecken einfach phantastisch!
Es leben die Frauen, die solche Weine herstellen!